
Je ein Auftritt führt die gebürtige Niederösterreicherin mit dem Künstlernamen Clara Luzia nach Innsbruck ins Bierstindl und in den Dornbirner Spielboden. Diesmal steht sie jedoch nicht mit ihrer fünfköpfigen Band auf der Bühne, sondern trägt stattdessen ihre Balladen voller Traurigkeit und Hymnen der Wehmut als Solo-Act im Alleingang vor.
Mit Railroad Tracks hat Clara Luzia im April 2006 auf ihrem eigenen Label “Asinella Records” ihr beeindruckendes Debut-Album vorgelegt und damit auch viel Lob seitens Kritik und Publikum geerntet. Gleich im ersten Jahr des Bestehens konnte Clara Luzia mit ihrer Band neben zahlreichen eigenen Konzerten auch als Vorgruppe bei internationalen Größen wie Sarah Bettens, Badly Drawn Boy oder The Frames begeistern.
Musikalisch ist Clara Luzias Oeuvre sehr leise und melancholisch gehalten. Die Texte trägt die Songwriterin mit berückender Stimme vor, begleitet von einer vielseitigen, kleinen Folkband, deren Melodien stets einfach, nie aber bloß simpel sind. 2007 ist schließlich das zweite Werk namens “The Long Memory” erschienen, das nahtlos an den großartigen Vorgänger anschließen konnte. Im Jahr darauf wurde die Musikerin dann auch mit dem Amadeus Austrian Music Award als FM 4-Act des Jahres ausgezeichnet.
Wer mit ruhiger, melancholischer Folk-Musik á la Cat Powers Solo-Platten auch nur irgendetwas anfangen kann, sollte Clara Luzia jedenfalls unbedingt das eine oder andere Ohr leihen.(mm)
15.10.2008, Bierstindl, Innsbruck
16.10.2008, Spielboden, Dornbirn
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