Bild Chick Quest
Chick Quest (c) Pressefoto

CHICK QUEST – eine Band, die man im Auge behalten sollte

Es gibt sie erfreulicherweise immer noch. Die kleinen feinen musikalischen Überraschungen, die einen so richtig unverhofft treffen und in einem euphorisierten Zustand zurücklassen. Die vierköpfige Wiener Combo CHICK QUEST und ihr im vergangenen Jahr erschienenes Erstlingswerk „Vs. Galore“ sind genau eine solche. Das, was die Truppe nämlich zu ihrem musikalischen Programm macht, ist der in superbe Rockklänge gegossene absolut höchste Lässigkeitsfaktor, der so erfrischend ungehobelt und kantig daherkommt, dass es eine wahre Freude ist.

Es ist vor allem diese von der Band an den Tag gelegte „Uns interessiert es eigentlich recht wenig, was die anderen machen“-Attitüde, die den entscheidenden Unterschied ausmacht und die Musik zu einem wirklich spannenden Gegenentwurf zu dem werden lässt, was unter dem Begriff „Indie“ sonst so zusammengefasst ist. Der in Wien lebende US-Amerikaner und Bandleader Ryan White (Gesang, Gitarre) und seine Mitstreiter Iris Rauh (Schlagzeug), Magdalena Kraev (Bass) und Marcus Racz (Trompete, Keyboards) – die vier Köpfe hinter Chick Quest – ziehen unbeirrt und selbstbewusst ihr ganz eigenes Ding durch, sie blicken bewusst nicht nach links oder rechts, weil sie ihre ganz eigene Vorstellung davon haben, wie ihre Musik zu klingen hat.

Eine hochenergetischer musikalischer Mix

Zugegeben, die großen Virtuosen an ihren Instrumenten sind die Vier nicht, aber das müssen sie ja auch nicht sein. Was einzig zählt, ist das Händchen für starke Songs, und ein solches hat diese Band zweifelsohne. Die Nummern zünden von der ersten Sekunde an und  gehen ab wie eine Rakete. Richtige Verschnaufpausen gönnt das Quartet sich und seiner  Hörerschaft nur wenige. Zudem fühlen sich Chick Quest auch in keinster Weise an irgendwelche stilistische Kategorien gebunden.

Ryan White und seine Combo vermischen, was das Zeug hält: Rock, Punk, ein wenig Britpop, fette Spaghettiwesterntrompeten, treibende und tanzbare Beats, Gesang, Geschrei, wenig Leises und viel Lautes. Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass alles wirklich auf fantastische Weise zusammenwirkt. Es macht schlicht und einfach Riesenspaß, sich durch die Songs zu hören, weil sie eben doch auch etwas Neues zu bieten haben.

Aktuell arbeitet Chick Quest an ihrem zweiten Album, das Anfang 2017 erscheinen soll. Bis dahin heißt es, sich noch zu gedulden. Auf jeden Fall hat der Wiener Vierer schon einmal einen richtig guten Start hingelegt. Wer die Band und ihre Qualitäten kennenlernen möchte, hat dazu unter anderem am 30. Juni im Rahmen des Popfests Wien die Gelegenheit. Dort treten Chick Quest um Mitternacht im TU Prechtlsaal auf.

Michael Ternai

Chick Quest live
15.07. club wakuum, Graz
16.07. woodstockenboi, Stockenboi
30.07. Popfest Wien, Wien
02.09. NochBesserLeben, Leipzig (D)                
03.09. Schokoladen, Berlin (D)                 
09.09. trojka, Brünn (CZ)

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