CeKo (c) Josef Leitner

CeKo & Freunde – „Es wird heit spät“

So elegant und gediegen im Klang ist das Singer-/Songwritertum wohl schon lange nicht auf das Wienerlied getroffen. CeKo – das sind Johannes Konecny und Peter Cerny – warten auf ihrem neuen Album Es wird heit spät“ (Joku Records) mit einer Liedersammlung auf, die einen mit ihrem großen Gefühl und mit ihrer wunderbaren melancholischen Note einnimmt.

Albumcover “Es wir heit spät”

Ja, es gibt sie dann doch noch, die kleinen feinen Überraschungen, die einen unverhofft ganz plötzlich einholen. Einer solchen kommt auf jeden Fall das neue Album von CeKo gleich. Nun ist die Verbindung von modernem Liedermachertum und Wienerlied jetzt nicht gänzlich eine neue, aber im Falle von Johannes Konecny und Peter Cerny entwickelt sie dann doch ihre ganz eigene faszinierende Anziehungskraft. Die Songs, die mit Hilfe von unter anderem so namhaften Leuten wie von Walther Soyka (u.a. Ernst Molden), Flip Philipp (Wiener Symphoniker), Laura Pudelek (DAWA) und Michael Kinn (Klangforum Wien) entstanden sind, tanzen in angenehmer Weise aus der Reihe, auch weil sie ein deutlich Mehr an Tiefgang entwickeln als vieles aus derselben musikalischen Richtung.

Songs zum Innehalten

Johannes Konecny und Peter Cerny überzeugen als ein Songwriter-Paar, dem es wirklich gelingt, eine zusätzliche Ebene einzuziehen. Eher ruhig Sound und ohne jedes Schauspiel entwickeln sich die Lieder gerade aufgrund dieser Zurückhaltung eine hohe authentische Kraft. Die Geschichten von den großen und kleinen Dingen des Lebens, den tragischen Momenten und einsamen Stunden, die CeKo mit einem leicht tänzelnden melancholischen Ton erzählen, berühren, sie lassen schwelgen, innehalten und reflektieren.

CeKo legen mit „Es wird heit spät“ auf jeden Fall ein Album vor, dem unbedingt Beachtung geschenkt werden sollte. Die Musik des Wiener Zweiergespanns ist eine, die richtiggehend unter die Haut geht und für intensive Gefühlsschauer sorgt, sie formt sich zu einem Sound, der nicht unberührt und immer tiefer in Geschehen eintauchen lässt.

Michael Ternai

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