MARKUS PECHMANN und seine BRASSMASS BAD LUCK MAN´S BAND lassen auf ihrem neuen Album „Schlazz Vol.1“ (ATS Records) Klassiker des Jazz wie altbekannte Schlager auf wunderbar charmante Weise wieder aufleben.
Wozu das musikalische Rad neu erfinden, wenn die Geschichte der Musik so viele Schätze bereithält. Das zumindest dürfte sich Markus Pechmann gedacht haben, als er sich Gedanken über ein Motto für das neue Album seines Projekts Brassmass Bad Luck Man´s Band machte. Es ist ein kleiner aber umso feinerer Abriss der Geschichte des Jazz mit einem sehr unterhaltsamen Brückenschlag hin zum Schlager der 1950er und 1960er Jahre, den der Trompete spielende, singende und komponierende Bandleader und seine Truppe auf ihrem Album „Schlazz Vol.1“ betreiben.
Da werden zum einen wirklich gelungene Neuinterpretationen klassischer Jazzstandards wie „Rearin‘ Back“ (Sonny Stitt), „Oleo“ (Sonny Rollins) und „Stardust“ (Hoagy Carmichael) zum Erklingen gebracht, die durch das locker beschwingte und angenehm unprätentiöse Spiel der siebenköpfigen Band neuen Glanz erhalten. Zum anderen präsentieren Pechmann und seine Mitmusiker Oliver Marec (Saxophon), Fabio Devigili (Saxophon), Clemens Hofer (Posaune), Dario Schwärzler (Tuba), Clemens Gigacher (Bass) und Stefan Kemminger (Schlagzeug) solch bekannte Schlagerhits wie „Quando, Quando“ (Tony Renis) oder „Aber Dich gibt´s nur einmal für mich“ (Josef Pepe Eder/Nilsen Brothers), die mit viel Humor bearbeitet und in ein verspielt jazziges Gewand gehüllt den ihnen anhaftenden Kitsch ablegen und ihren ganz eigenen Charme entwickeln.
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Zusammenfassend kann man sagen, dass Markus Pechmann und seine Band mit „Schlazz Vol.1“ ein Jazzalbum abliefern, das schlicht und einfach riesigen Spaß macht und bestens zu unterhalten weiß – und das mit Stil, Eleganz und einer Laune machenden Verücktheit.
Michael Ternai
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