
„Im Auftrag von Paul Sacher entstanden zahlreiche Werke wie Béla Bartóks ‘Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta’, Bohuslav Martinůs ‘Toccata e due canzoni’ und Igor Strawinskys ‘Concerto en ré’. Unser Ziel ist es, daran anzuknüpfen und diese Initiative Sachers in das 21. Jahrhundert zu transportieren.“, so Müller. Der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb richtet sich an Komponistinnen und Komponisten jeglichen Alters und jeglicher Nationalität. Für die erste Austragung sollen neue, noch nicht aufgeführte Orchesterwerke bis Ende November 2016 eingereicht werden, wovon dann zehn Kompositionen nominiert werden. In der Jury sitzen neben Wolfgang Rihm die Komponisten Michael Jarrel und Oliver Knussen, sowie der Direktor der Paul Sacher Stiftung Felix Meyer. In drei öffentlichen Wettbewerbskonzerten und einem Abschlusskonzert werden diese Werke vom Sinfonieorchester Basel und dem Kammerorchester Basel aufgeführt. Die drei besten Kompositionen werden ausgezeichnet und erhalten Preisgelder von insgesamt CHF 100.000.-.
Im Rahmen eines Vermittlungsprojekts sollen einzelne Schulklassen mit jeweils einem der Nominierten und dem entsprechenden Werk zusammengeführt werden. Dies soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich im Vorfeld mit diesem Werk auseinander zu setzen und sich mit ihm zu identifizieren, um es dann mit den anderen Werken vergleichen zu können. „Uns ist es sehr wichtig, bei jungen Leuten die Neugierde auf Neue Musik zu wecken und sie dann langsam an die Musik heranzuführen“, so Müller.
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