Anything goes – Musikfest Waidhofen

Vom 2. bis 4. Juli findet heuer zum mittlerweile 31. Mal das Musikfest Waidhofen am Thayaparkgelände Waidhofen/Thaya statt. Bekannt für die anspruchsvolle Musikauswahl in den Sparten Folk, World, Jazz und Blues, garantiert auch das diesjährige Festival ein spannendes Programm, das keinerlei Wünsche offen lassen sollte.

„Anything goes“ lautet das übergeordnete Motto des Musikfests. Und ein Blick auf das diesjährige Line Up zeigt, dass der seit Beginn an geltende Leitspruch auch heuer zu hundert Prozent erfüllt wird.  Wie gewohnt haben sich die Veranstalter auch diesmal alle Mühe gegeben, ein Musikprogramm auf die Beine zu stellen, welches das Prädikat erstklassig verdient. Die hohe Qualität sowie die enorme stilistische Breite des Dargebotenen machen das Festival seit Jahren zu einem sehr beliebten Ziel für die Musikfans in Österreich. Anfangs noch mit dem Fokus auf irische und schottische Folkmusik gerichtet, beschlossen die Organisatoren in den 90er Jahren, das Programm auch für andere Musikstile zu öffnen. Eine Entscheidung, die sich heute als goldrichtig darstellt.

Das Ziel der Veranstalter ist es, den BesucherInnen die unterschiedlichen Facetten sowie die immense musikalische Vielfalt der Weltmusik näher zu bringen. Und genau nach diesen Gesichtspunkten erfolgt auch die Programmierung. So reicht die stilistische Bandbreite vom Wienerlied, über Jazz, Folk und Blues bis hin zu mitreißenden Balkanklängen. In diesem Jahr zu Gast sind unter anderem die Jazzer Alex Miksch und Georg Breinschmid, die Balkan-Combo !Deladap, der Wiener Songwriter Ernst Molden, der argentinische Pianist Juan Carlos Caceres und sein Tango Negro Trio, der brasilianische Akkordeonist Renato Borghetti, das James Carter Quintett aus den USA, das Upper Austrian Jazz Orchestra feat. Tini Kainrath, der einstige Ornette-Coleman-Begleiter James Blood Ulmer sowie Popa Chubby, seines Zeichens einer der besten Blues -Gitarristen der Jetztzeit.

Alles in Allem beweist das Musikfest Waidhofen einmal mehr, wie vielfältig und dehnbar der Begriff der Weltmusik heutzutage ist. Stilistische Grenzen gibt es keine, der Zugang immer ein anderer. Und genau das macht dieses Genre und damit auch das Festival so spannend. (mt)

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