Das Projekt MoZuluArt steht für eine musikalische Verbindung, die in dieser Art und Weise wohl nicht ganz alltäglich anzutreffen ist. Das aus Simbabwe stammende Vokaltrio Insingizi und der Pianist Roland Guggenbichler lassen musikalisch zwei Welten aufeinandertreffen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. In den Stücken dieses außergewöhnlichen Vierers vermengen sich traditionelle Zulu-Klänge mit klassischer Musik, vor allem mit jener von Wolfgang Amadeus Mozart. Im Dezember befindet sich die Truppe mit ihrem Programm “An African Christmas With MoZuluArt” auf einer ausgedehnten Konzertreise durch Österreich.
Die Idee für das Projekt MoZuluArt geht auf den Jazzpianisten Roland Guggenbichler zurück. Der sich in fast allen Stilen beheimatet fühlende Musiker traf auf seiner Suche nach neuen Herausforderungen eines Tages auf die aus Zimbabwe stammende Vokal-Gruppe Insingizi. Die drei Künstler Vusa Mkhaya Ndlovu, Blessings Nqo Nkomo und Ramadu wurden bereits seit ihrer frühesten Jugend in Musik und Tanz ausgebildet und zählen mittlerweile zu den besten Interpreten traditioneller Musik ihres Heimatlandes. Roland Guggenbichler wiederum ist bereits seit längerer Zeit im Spannungsfeld zwischen Tiroler Volksliedern, klassischer Musik, Jazz und Rock unterwegs und arbeitete bereits mit Größen wie Kurt Ostbahn, Hans Theessink und Hans Söllner zusammen. Ein erfolgsversprechende, wenn auch ungewöhnliche Kombination.
Es dauerte nicht allzu lange und man einigte sich darauf, es einmal gemeinsam zu versuchen. Der Plan Klassik und europäische Jazztraditionen Klassik und europäisch im Kontext afrikanischer Folklore einer neuen Interpretation zuzuführen, klang für die vier Musiker einfach zu verlockend. Bei Mozuluart sollte ein bisher noch fast unbekannter Weg beschritten werden, es sollte durch das Zusammenführen gänzlich unterschiedlicher musikalischer Ansätze etwas vollkommen Neues entstehen.
Roland Guggenbichler und seine drei Kollegen haben sich zum Ziel gesetzt, einen musikalischen Hybriden aus den landestypischen Traditionen zu schaffen, wobei sich die Musiker stilistisch keinesfalls einengen lassen wollten. So finden sich in den Stücken neben weltmusikalischen und klassischen Einflüssen, genauso solche aus dem Bereich des Pop und des Jazz. Und gerade das macht die Sache auch so spannend. Auf jeden Fall weisen die überaus positiven Reaktionen von Kritikern, Fans und Plattenfirmen eindeutig darauf hin, dass dieses außergewöhnliche Projekt den Zahn der Zeit trifft.
Bei MoZuluArt offenbart sich einmal mehr, dass es gerade die Musik ist, die es schafft, Menschen verschiedener Kulturkreise – in diesem Fall sogar zweier verschiedener Kontinente – einander näherzubringen. (mt)
Termine:
04.12. Open Air Bühne vor der Karlskirche, Wien,
08.12. Spielraum, Gaspoltshofen
09.12. Bühnenwirtshaus Juster, Gutenbrunn
11.12. forumKLOSTER, Gleisdorf
16.12. Museum für Völkerkunde, Säulenhalle, Wien
18.12. RadioKulturhaus, Wien
Foto © Lukas Beck