Alp Bora im Theater am Spittelberg

Klänge aus dem Orient halten am 13. September Einzug im Theater am Spittelberg. Der türkisch-österreichische Sänger Alp Bora gewährt dem Publikum in seinem Programm “Amber” tiefe Einblicke in die Geheimnisse dieses fernen Kulturkreises. Unterstützt wird er dabei von Julia Pichler an der Violine und Lukas Lauermann am Cello. Eröffnet wird der Konzertabend von Mehrdad Pakbaz.

Alp Bora wurde im europäischen Istanbul geboren. Aufgewachsen ist er im anatolischen Ankara und im orientalischen Bagdad. Seine musikalische Heimat hat der Sänger und Gitarrist  allerdings in Wien gefunden. Hierzulande bekannt geworden ist er vor allem mit seiner Band Nim Sofyan, mit der er in den vergangenen Jahren landauf und landab gereist ist und nahezu jeden Club bespielt hat.

Alp Bora sieht sich in der Rolle des Bewahrers und Botschafters der anatolischen Kultur. Seine Inspiration schöpft Alp Bora vorwiegend aus dem traditionellen levantinischen Liedgut Anatoliens. Dieses hebt er aus dem ursprünglichen Kontext und transportiert es in die heutige Zeit. Trotz der Übersetzung in eine moderne Klangsprache verlieren die Stücke nichts von ihrer Kraft und Ursprünglichkeit. Der gebürtige Türke reduziert die Musik auf das Wesentliche, auf das Gefühl, welches sie versprühen sollte. Mit seiner verführerisch purpurnen Oriental-Soul-Stimme löst er das Publikum gefühlvoll von Zeit und Raum, um es dann durch die orientalische Welt voller Helden, Mythen und Legenden zu führen. Auf seiner CD Amber gibt Alp Bora einen großartigen Einblick in die kleinen Volkslieder, die man in Anatolien schon als Kind von Mutter und Großmutter fast täglich zu hören bekam.

 

Auch der Oud-Spieler Mehrdad Pakbaz versucht in seiner Musik alte Traditionen, diesmal aus dem persischen Raum, mit neuen Impulsen zu versehen und auf diese Weise in einen neuen Stil zu transformieren.

 

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Theater am Spittelberg