Agnès Milewski zu Gast in der Backstagebar

Mit dem Ende 2009 erschienenen zweiten Album „Learn to Swim“ ist der in Wien lebenden Sängerin und Pianistin Agnès Milewski endgültig der Sprung an die Spitze der heimischen Singer/Songwriterszene gelungen. Aber nicht nur hierzulande konnte die vielschichtige junge Künstlerin Aufsehen erregen. Hervorragend besuchte Konzerte in Deutschland, England, Polen und Frankreich sowie der Sprung in die deutschen Airplay Charts zeigen deutlich, dass hier eine Musikerin am Start ist, die durchaus das Zeug dazu hat, auch international höchst erfolgreich zu reüssieren. Am 20. Jänner gastiert Agnès Milewski, diesmal mit einer Soloperformance, in der Wiener Neustädter Backstagebar.

Vor wenigen Jahren wie fast aus dem Nichts auf der Bildfläche der heimischen Musikszene erschienen, zählt Agnès Milewski mittlerweile mit zu den hoffnungsvollsten jungen Vertreterinnen in Sachen anspruchsvoller Popmusik aus Österreich. Es ist vor allem der musikalisch höchst eigenständige und jeglichen aktuellen Trends konsequent widersagende Weg, der die Kritiker wie die Musikliebhaber gleichermaßen beeindruckt. Neben ihrem ungemein ausdruckstarken und an Schattierungen reichen Gesang und den unbestreitbaren spielerischen Fähigkeiten sind es vor allem ihr ausgeprägtes Musikverständnis sowie ein großes Gespür für wunderbare Arrangements und Melodien, welche die hochtalentierte Künstlerin auszeichnen. Agnès Milewski versteht es, ihren Songs Ausdruck zu verleihen, sie in die Tiefe wirken zu lassen. Man muss die Stücke schon auf einen wirken lassen, um sie in ihrer Ganzheit erfassen und genießen zu können.

In Sachen Stilistik ist über die Musik der gebürtigen Polin nur schwer eine eindeutige Aussage zu treffen. Dafür agiert die sehr experimentierfreudige Sängerin und Pianistin einfach zu sehr an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Genres. Einmal sind es Elemente aus dem Jazz, welche in die wunderbaren Songs einfließen, dann wiederum solche aus der Elektronik oder dem Folk.  Agnès Milewskis selbstbewusste Herangehensweise findet ihren Ausdruck letztlich in einem höchst eigenständigen Gesamtsound, der sich  erfreulicherweise deutlich von bekannten Mainstream-Popentwürfen abhebt und als eigenständiges Ganzes mit einem hohen Wiedererkennungswert für sich steht.

Wer sich also für anspruchsvolle, intime Popmusik begeistern kann, sollte sich das Konzert in der Backstagebar auf keinen Fall entgehen lassen. (mt)

Foto: Patrizia Gapp

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