
Nach Wien begleitet wird Peter Madsen von einer Schar junger MusikerInnen, von denen einige nicht mehr wirklich als unbekannt bezeichnet werden können. So etwa werden mit dem Pianisten David Helbock (2011 mit dem „Outstanding Artist Award“ ausgezeichnet) und Simon Frick zwei Musiker im Duo daskleine zweitägige festival eröffnen, die im vergangenen Jahr mit ihrer CD „Diagonal“ nicht nur hierzulande viel Staub aufwirbeln konnten. Das restliche Programm der zwei Tage wird gestaltet von den unterschiedlichen Ensembles auf, welche sich aus dem Collective of Improvising Artists (CIA) herausgebildet haben. Etwa das CIA Seven Deadly Sins Ensemble, ein Oktett, das ein klassisches Streichquartett mit einem Jazzquartett kombiniert und für das Peter Madsen die sieben Todsünden musikalisch aufgearbeitet und sieben Stücke geschrieben hat. Ebenfalls am ersten Tag zu sehen sein wird das CIA Silent Movie Ensemble, welches sich der Vertonung ausgewählter Stummfilmraritäten verschrieben hat.
Der zweite Tag startet mit einem Konzert des CIA Trios, das Musik von Mingus, Monk und Madsen zu Aufführung bringen wird. Eng wird es auf der Bühne des Porgy anschließend beim 14-köpfigen CIA Large Ensemble, welches Auszüge aus der „Suite of Philosophical Sounds“ von Sun Ra zum Besten geben wird. Ihren Abschluss findet die zweitägige Veranstaltung in einer Jamsession des CIA, zu welcher Musiker und Musikerinnen aus Wien eingeladen sind, sich an dieser zu beteiligen. Die BesucherInnen können also ein in der Tat einem bunten musikalischen Treiben entgegenblicken, welches Unterschiedlichstem und viel Spannendem aufwartet. (mt)
Foto © Archiv Porgy & Bess