9 Jahre Fluc Fest

Es müssen ja nicht immer die runden Geburtstage oder Jubiläen gefeiert werden, dieser Ansicht sind zumindest die Betreiber des Wiener Clubs Fluc, die am 1. Mai Liebhaber alternativer Klänge zum 9 Jahre Fluc –Fest laden. Auf jeden Fall klingen die Namen der Acts, die auf den Bühnen zu sehen sein werden, schon einmal vielversprechend. Unter anderem mit dabei sind solch österreichische Vorzeigebands wie Electro Guzzi und Killed By 9Volt Batteries. Eine spannende Sache.

Feste soll man feiern, wie sie fallen. Und mit dem Fluc begeht dieser Tage eine echte Musikinstitution seinen 9. Geburtstag. Was wäre die Wiener Musikwelt überhaupt ohne diesen Club, der vor allem Anlaufstelle für Liebhaber alternativer, elektronischer und auch experimenteller Klänge ist. Eines mit Sicherheit, um einiges ärmer. Solcherart Orte für das junge aufgeschlossene Publikum sind in der Hauptstadt ja doch etwas rar geworden. Daher sollte schon alleine auf das Bestehen eines solchen Clubs gebührlich angestoßen werden. Und wenn dann auch noch ein Musikprogramm solcher Qualität auf die Beine gestellt wird, steht dem ausgelassenen Abfeiern nichts mehr im Wege.

Zu den Gratulanten zählen unter anderem Elektro Guzzi. Das oberösterreichische Trio gilt als eine der großen Hoffnungen der heimischen Musikszene. Mit dem im vergangenen Jahr erschienenen selbstbetitelten Debütalbum konnte die Band nicht nur hierzulande für Furore sorgen. Selber bezeichnen sich die drei Musiker als „Techno-Tanzband”, die sich ganz dem Ziel verschrieben hat, alleine mit Gitarre, Bass und Schlagzeug jede Halle in einen brodelnden Tanztempel zu verwandeln.

Ebenfalls ein Geschenk in Form eines Auftritts überreicht dem Fluc die steirische Indierock-Combo Killed By 9V Batteries. So richtig passt die dreiköpfige Formation, deren neues Album „The Crux“ in diesem Jahr erscheinen soll, in keine Genre-Schublade. Dafür gehen die Steirer viel zu vielschichtig an die Sache heran. So ist ihre Musik für die Indie-Fraktion zu hart, die Melodien für Noiserock-Puristen zu eingängig und für LoFi-Dogmatiker ist der Dreier sowieso von jenseits. Kurz, sie ist ungemein spannend.

Aber auch das restliche Programm kann sich mit Acts wie etwa Bella Angora oder Peter Nachtnebel uvm. mehr als sehen lassen. Auf jeden Fall dürften an diesem Abend bei solch einem wunderbaren Angebot Liebhaber alternativer Rock-Klänge genauso voll auf ihre Kosten kommen, wie Freunde elektronischer Musik. Was will man mehr. (mt)