30 innovative Kunst- und Kulturprojekte für Wien: Neue SHIFT-Saison startet im Frühjahr

Stadt Wien fördert in der bereits 5. Edition des Förderprogramms 30 Projekte mit insgesamt 1,33 Mio. Euro.

Wien (OTS) – Ein vielseitiges Erfolgsprojekt geht in die fünfte Runde: 2014 wurde das Förderprogramm SHIFT ins Leben gerufen, um innovative, temporäre Kulturprojekte, die dezentral, partizipativ und spartenübergreifend wirken, zu unterstützen. In den vergangenen Ausgaben von SHIFT waren diese lebendigen kulturellen Akzente insbesondere in den bevölkerungsstarken Außenbezirken wahrnehmbar. Nun repräsentieren neuerlich 30 Sieger*innenprojekte zwischen März 2023 und Sommer 2024 die kulturelle Vielfalt der Stadt: Dazu zählen Performance-Workshops zum Empowerment junger Menschen, denen die Pandemiejahre emotional zugesetzt haben oder zeitgenössische Tanz-Projekte, die Erinnerungen von Senior*innen Ausdruck verleihen. Andere Produktionen der fünften SHIFT-Edition öffnen kontroverse künstlerischer Reflexionsräume zum Thema Stadtentwicklung oder sind darauf konzentriert, marginalisierte Gruppen in den Kulturdialog einzubinden.

Der Fokus vieler ausgewählter Projekte liegt auf zentralen Themen des urbanen Raumes: Migration, Diversität, Nachhaltigkeit, Outreach und Schaffung neuer Kommunikationsräume. Vielerorts spiegeln die Themen der Vorhaben die realen Geschichten einer Weltstadt wider. Kulturelle Barrieren werden verlernt, Grenzen verschwinden. So divers wie Inhalte und Genres der SHIFT-Projekte präsentieren sich auch deren Schauplätze: Neben zahlreichen Orts- und bezirksübergreifenden Produktionen, wird sogar eine direkt auf der Donau stattfinden.

Kaup-Hasler: SHIFT soll kulturelle Nahversorgung in den Bezirken unterstützen

„Eine Teilhabe aller an einer mit zeitgenössischer Kunst und Kultur aufgeladenen Stadt, das ist ein wichtiges Ziel meiner Kulturpolitik, zu dem die für SHIFT ausgewählten Projekte stetig – und 2023 zum fünften Mal – einen wichtigen Beitrag leisten. Ihre Formate sind vielfältig, partizipativ, spartenübergreifenden und nah an den Lebensrealitäten der Menschen entwickelt und richten sich an ein Publikum jenseits der städtischen Zentren. Diese wichtigen kulturellen Impulse offenbaren das starke kreative Potenzial der freien Szene. Es freut mich, mit der Initiative SHIFT diese kulturellen Nahversorger in Wiens Bezirken, zu unterstützen“, so die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Diese Ansicht teilt Monika Erb, Geschäftsführerin der mit der Umsetzung von SHIFT beauftragten BASIS.KULTUR.WIEN: „Die diesjährige Ausschreibung war wieder eine große Herausforderung für die Jury. Das spricht einerseits für die enorme Qualität der Vorhaben der bisherigen Jahre, wodurch das Programm immer mehr Aufmerksamkeit bekommt. Andererseits spricht das für Wien als Kunst- und Kulturmetropole, in der sich immer mehr kreative Menschen verwirklichen. Wir hoffen auf noch viele Folgeeditionen und vergleichbar interessante Ideen.”

Mitglieder der Expert*innen-Jury

Die Auswahl der Projekte erfolgte über eine unabhängige Jury aus Expert*innen der zeitgenössischen Kunst- und Kulturarbeit. Ihre Mitglieder sind:
Hawy Rahman, Bildender Künstler und Leiter der Kleinkunstbühne Spektakel Wien, Judith Huemer, Künstlerin und Professorin an der Wiener Akademie der bildenden Künste mit dem Schwerpunkt Installation und Intervention, Elisabeth Bernroitner, Kuratorin transkultureller, (post-)migrantischer zeitgenössischer Kunst- und Vermittlungsprojekte u.a. in der Brunnenpassage, Lukas König, Musiker und Mitglied des Shape-Networks sowie Sophie Rendl, Expertin für Antidiskriminierung, Sprecherin der Vertrauensstelle VERA und Co-Gründerin der Frauendomäne.

Aspekte der Vermittlung, der Partizipation, der künstlerischen Auseinandersetzung mit neuen Zielgruppen sowie Interventionen im öffentlichen Raum waren relevante Schwerpunkte bei der Auswahl der Projekte.

Die Shift-Projekte sind wie folgt dotiert:

  • 3 Projekte zu je 100.000 €
  • 4 Projekte zu je 75.000 €
  • 9 Projekte zu je 50.000 €
  • 14 Projekte zu je 20.000 €

Weitere Details und Informationen zu den Projekten sind ab sofort abrufbar unter shift.wien