25. Polyaisthesis-Symposion in Salzburg

Die Internationale Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung veranstaltet an der Universität Mozarteum in Salzburg vom 18. – 20.10. ein Symposion mit polyästhetischen Ateliers, Aktionen und Themenreferaten. Im Großen Foyer und im Mirabellgarten beginnt Donnerstag Abend eine von einem KünstlerInnenkollektiv gestaltete Bild-Raum-Klang-Installation in drei medialen Situationen zum Thema Kontinuität und Brüche.

Die Gesellschaft – ihr Präsident ist Gerhard Hofbauer – widmet sich der der Förderung wechselseitiger Durchdringung von künstlerischer und wissenschaftlicher Lehre, Forschung und Entwicklung, wie sie etwa auch vom Institut für Integrative Musikpädagogik und Polyästhetische Erziehung an der Universität Mozarteum wahrgenommen wird. Der Gesellschaft gehören Mitglieder aus mehreren europäischen und außereuropäischen Ländern an. Sie sind im Bereich der Künste, Wissenschaften und der Erziehung tätig und leisten internationalen Erfahrungsaustausch (Aufführungen, Ausstellungen, Vorträge, Symposien, Dokumentationen) zwischen Kunsthochschulen, Universitäten, Schulen und außerschulischen Einrichtungen auf dem Gebiet gesamtkünstlerischer Bildung.

 

Das Symposion in Salzburg bietet bereits am Donnerstag Nachmittag verschiedene polyästhetische Ateliers in den Räumlichkeiten der Uni, etwa eine Fotodokumentation über Wolfgang Roscher, den Begründer dieser ganzheitlichen Ideen, ein Projekt der von Herbert Kapplmüller geleiteten Abteilung für Bühnen- und Kostümgestaltung, eine kollektive Performance eines Versepos aus der Bronzezeit u. a.

 

Ab 19.30 beginnt Situation I von drei von einem Kollektiv, bestehend aus Gerhard Hofbauer, Andrea Nagl, Werner Raditschnig, Margit Schwarz, Wolfgang Seierl und Markus Wintersberger multi-dimensional gestalteten medialen Situationen. Durch Miteinbeziehung der TeilnehmerInnen und Gäste soll der Gegensatz aktiv-passiv aufgehoben werden – der Klang-Bild-Aktionsraum konstituiert sich durch Klänge aus Dancefloor, Techno, Fußball-Events und Ritualen, holografischen Schwebekörpern und Live-Klangaktionen, die mit dem Raum über dem Raum korrespondieren. Nach 20 Minuten wechselt der Schauplatz in den Mirabellgarten – die Fensterwand des Solitaire wird zum Open Air-Kino.

 

Die Fortsetzung des Projekts erfolgt am Freitag, am Samstag (Situation III) werden Schlussthesen des Künstlerkollektivs und Ergebnisse des Symposions in Form einer Bild-Klanginstallation als Mehrkanal-, Video- und Liveperformance verarbeitet, anschließend gibt es ein Konzert mit Werken von Klaus Ager, Marios Joannou, Herbert Grassl, Hossam Mahmoud, Wolfgang Roscher und Anton Webern.

 

Das Symposion schließt am Sonntag mit einem Festakt am Gründungsort – der Feste Hohensalzburg (hr).