Mit leichter Verspätung, aber doch, feiert die Formation Aber das Leben lebt ihr zehnjähriges Bestehen. Wie sollte es auch anders sein, passiert dies auf musikalische Art und Weise. So lädt die im Jahre 1997 gegründete Truppe am 22. April zur Freude des Publikums befreundete MusikerInnen zu einem gemeinsamen Stelldichein ins Wiener Gürtellokal rhiz.
Begonnen hat die Band in eher schwermütigeren Gewässern. So standen in den Anfangsjahren noch schräg anmutende und mit disharmonischen Tönen gepaarte Melodiebögen im Vordergrund des Geschehens. Zwischen den Zeilen schimmerten dabei immer wieder Assoziationen zu Brian Eno, Pulp oder dem Achtziger-Jahre Soul-Pop durch. Mit der Zeit aber verließ das Quartett den Pfad der “konsequenten Dekonstruktion traditioneller Musikstrukturen” und wendete sich einem deutlich poppigeren und damit gefälligeren Sound zu. Das Ergebnis dieses Transformationsprozesses war schließlich auf dem von allen Seiten hoch gelobten Album “Perfect Teen” zu hören. Bis heute noch stellt dieser Output den vorläufigen Schaffens-Höhepunkt der Band dar. Nun, seit diesem sind inzwischen auch schon mehrere Jahre ins Land gezogen. Grund genug also, wieder einmal ein Lebenszeichen von sich zu geben.
Das Konzert im Wiener rhiz bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich von der außergewöhnlichen Qualität dieser Formation zu überzeugen. Neben einem Rückblick auf vergangene Taten stellt das Quartett auch ein neues Album in Aussicht, welches, wenn alles planmäßig abläuft, noch in diesem Jahr erscheinen soll. Unterstützt wird Aber das Leben lebt an diesem Abend von Sir Tralala, Sven Sauerwein und Jürgen Hofbauer. Zudem gratulieren Bernhard Fleischmann und The Very Pleasure, die gemeinsame Band von Fritz Ostermayer und dem Naked-Lunch-Sänger Oliver Welter.(mt)
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