Vorsicht! 10 x Fitze Fatze im Rhiz (Teil 2)

Vorsicht! 10 x Fitze Fatze im Rhiz (Teil 2)Zum zehnjährigen Bestehen des bei vielen WienerInnen sehr beliebten und daher auch stark frequentierten Gürtellokals Rhiz warten die lokalen Artrock-Freigeister Bulbul mit einem besonderen Geschenk auf. Über das ganze Jahr verteilt, lädt die Band zu zahlreichen Konzertabenden, bei denen sie gemeinsam mit unterschiedlichen GastmusikerInnen auftreten und deren Musik in neuer Form interpretieren. Unter dem Motto “Horror” folgt am 13. Februar eine Kooperation mit der freisinnigen Jazzerin Maja Osojnik.

Bulbul zählen ohne Zweifel zu den innovativeren Vertretern der heimischen Rockmusikszene. Schon seit ihrer Gründung im Jahre 1997 war die Truppe für ihren nur schwer kategorisierbaren Stil bekannt. Anfangs von Mastermind Manfred “Fredl” Engelmayr noch als Soloprojekt angedacht, führte eine gewisse Eigendynamik zu einer musikalischen Entwicklung, an deren Ende schließlich ein stabiles Bandgefüge stand. Schon immer war die illustre Formation offen für alles, was auch nur im Entferntesten interessant zu klingen schien. Gerade dieser Aspekt macht die Sache auch so spannend. Die Einflüsse sind so breit gesät, dass sich das erstmalige Durchhören der Tracks als eine wahre Entdeckungsreise entpuppt. So kombinieren Bulbul rotzigste Melvins-Gitarrenläufe mit scheppernder Elektronik zu einem grandiosen Noise-Erlebnis, welches in dieser Form recht selten anzutreffen ist. Auf den Punkt gebracht, spielen Bulbul schlicht und einfach laute Rockmusik, die mit elektronischen Versatzstücken ganz ohne Scheuklappen so richtig schräg daherkommt.

Die in Slowenien geborene Sängerin, Komponistin und Flötistin Maja Osojnik ist in den unterschiedlichsten Stilrichtungen wie etwa im Jazz und Free Jazz, der Elektronik und in der zeitgenössischen Musik beheimatet. Das Ziel der in inzwischen Wien lebenden Musikerin ist es, durch die Improvisation traditionell festgesetzte Genregrenzen zu durchbrechen und neue Möglichkeiten zur Erschaffung von Musik zu finden. So dienen Kompositionen meist als Ausgangspunkt, um in Folge diese von ihrem durchstrukturierten und beengenden Korsett zu befreien. In ihrer Arbeit generiert die Künstlerin immer wieder neue akustische Klanglandschaften, die sich, entgegen allen Gesetzmäßigkeiten, nicht statisch verhalten, sondern in einem ständigen Prozess der Veränderung neue Ausformungen entwickeln.

Das Publikum kann durchaus gespannt darauf sein, wie und in welcher Form Bulbul an die Stücke von Maja Osojnik herangehen, diese verfremden und in einem neuen Licht erstrahlen lassen werden.
Michael Ternai

Foto Maja Osojnik: Moritz Schell


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