Mit „A Musician’s Life“ veröffentlichte der in Wien lebende Tiroler Singer-Songwriter, Pianist und Komponist Martin Klein ein Album, das tief in seine musikalische und persönliche Biografie eintaucht – ohne je ins Anekdotische zu kippen. Es ist ein künstlerischer Rückblick, eine emotionale Momentaufnahme und ein musikalischer Ausblick zugleich – vielschichtig, poetisch und voller klanglicher Entdeckungen.
In zarten, komplett in Eigenregie geschriebenen Klavierkompositionen, englischsprachigen Texten, groovenden elektronischen Elementen und mehrstimmigen Chorflächen spiegelt sich Kleins künstlerisches Spektrum – ein Sound zwischen melancholischer Zurückhaltung und eruptiver Euphorie. Die Musik bewegt sich in einem weiten Feld zwischen introspektivem Songwriting, Jazzharmonien, elektronischen Experimenten und klassisch geprägter Struktur. Dabei zieht sich die sanfte, klare Stimme des Musikers wie ein roter Faden durch das Album und verleiht selbst den komplexesten Arrangements eine berührende menschliche Nähe.
„A Musician’s Life“ erzählt von einem Leben, das durch und mit Musik geformt wurde. Von der Stille des Übungsraums bis zur kreativen Ekstase im Studio. Ein Album, das leise beginnt – und lange nachhallt.
Biographisches
Martin Klein hat sich seinen Weg zur Musik konsequent selbst gebahnt. Aufgewachsen in Innsbruck, begann er früh mit Musik: Schlagzeug, Cello, ein Familien-Streichquartett, ein altes Klavier im Wohnzimmer, auf dem er sich das Klavierspielen selbst beibrachte. Mit fünfzehn spielte er in lokalen Rock- und Jazzbands Schlagzeug, später studierte er Jazzklavier bei dem blinden niederländischen Pianisten Bert van den Brink in Utrecht. In Wien fand er schließlich seinen eigenen künstlerischen Ausdruck – jenseits klarer Genres und Erwartungen. In den letzten Jahren hat Martin Klein mehrere Alben veröffentlicht – auf Deutsch, auf Englisch, akustisch, elektronisch, experimentell. Die Kritik lobt ihn als „Thom Yorke ohne Kunstrucksack“ (Falter), als „sensibel und obsessiv“ (Der Standard), als Schöpfer „traumverlorener Meisterwerke“ (Jazzthetik) oder gar als „neuzeitlichen Franz Schubert“ (Bayern 2).