Man muss kein ausgewiesener Experte oder Kenner der heimischen Musikszene sein, um festzustellen, dass sich in der Hauptstadt in den vergangenen Jahren so einiges getan hat. Und das fast ausschließlich im positiven Sinne. Rechtzeit zum Start des nun beginnenden Popfests Wien, das wohl in geballtester Form diese höchst erfreuliche Entwicklung sichtbar macht, veröffentlicht Monkey Music mit „Wien Musik 2012“ eine Compilation, die in ganz wunderbarer Form die Vielfalt und Qualität der österreichischen Musiklandschaft dokumentiert. Unter anderem in diesem Jahr auf der CD zu finden sind Songs von Tanz Baby!, 5/8erl in Ehr`n, Ken Hayakawa, Die Strottern, Kollegium Kalksburg, Broken.Heart.Collector und Wolfgang Muthspiel.
Man war vor wenigen Jahren fast schon soweit zu sagen, in Wien würde sich in Sachen Popmusik, und auch über diese hinaus, so wirklich gar nichts abspielen. Womit man aber den schon damals höchst aktiven Protagonisten der Szene dann doch ein wenig Unrecht tut. Passiert ist schon viel, nur eben im Verborgenen, in von der Öffentlichkeit abgeschirmten Nischen. Umso schöner ist es zu sehen, wie sich das Umfeld und die Bedingungen in der jüngeren Vergangenheit dann doch verändert haben. Mit dem vor zwei Jahren erstmals veranstalteten Popfest Wien wurde auch den letzten Skeptikern sicht- und hörbar gemacht, dass in Wien Großes im Entstehen ist. Und das in allen Sparten.
Einen wunderbare Bestandsaufnahme, wie vielfältig, facettenreich und qualitativ hochwertig sich die hiesige Musikszene und ihre ProtagonistInnen anno 2012 präsentieren, bietet die von Monkey Music zusammengestellte und 19 Tracks umfassende Compilation „Wien Musik 2012“. Auf der CD zu hören sind genauso VertreterInnen der alternativen Indierock-Fraktion (Gasmac Gilmore), wie auch solche der aktuell sehr lebendigen Singer/Songwriterinnen-Szene (Fred Schreiberm Martin Spengler, Krixi, Kraxi & Die Kroxn mit dem Nino aus Wien), Größen des heimischen Pop (Tanz Baby!, Erstes Wiener Heimorgelorchster) erklingen ebenso wie die des Wienerlieds (Die Strottern, Kollegium Kalksburg), der Elektroszene (Ken Hayakawa) und des Jazz (Wolfgang Muthspiel). Fehlen dürfen natürlich auch nicht Willi Resetarits und seine Band Der Stubenblues. Die Sparte „Spezielles“ deckt dieses Mal Maja Osojniks Formation Broken.Heart.Collector ab. Vorgestellt wird zudem auch die aus Mitgliedern von Tanz Baby! und Bo Candy & His Broken Hearts bestehende Band Welle Wien, von der man in Zukunft vermutlich noch einiges zu hören bekommen wird. Alles in allem eine sehr runde Sache, die allerdings keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Dafür gibt es erfreulicherweise einfach zu viel gute Musik in Wien. (mt)
A.GEH WIRKLICH?: Es Mineralwossa
5/8ERL IN EHR’N: Leben wie Qualtinger und Sterben wie Heller
HANS IM GLÜCK: Vienna
KRIXI, KRAXI & DIE KROXN: Hallo
TANZ BABY!: Ich bin traurig
FRED SCHREIBER & DAS GROSSE KOMPLOTT: Viereinhalb Minuten Swing’n’Roll
DIE STROTTERN: Wia tanzn is
RADICAL CHIQUE: Tag aus, Nacht ein
KEN HAYAKAWA: Wien bei Nacht
BROKEN.HEART.COLLECTOR: Get the Dog
MARTIN SPENGLER & DIE FOISCHN WIENER: Da Nöwe
WILLI RESETARITS UND DER STUBNBLUES: Hameau
WOLFGANG MUTHSPIEL: Vienna
VOTAVA: Du verschwendest deine Zeit
PAUT: Dancing on the Rainbow
ERSTES WIENER HEIMORGELORCHESTER: Wienerlied
WELLE WIEN FEAT. AL BIRD DIRT & ANA THREAT AKA THE HAPPY KIDS: Wien brennt
GASMAC GILMORE: The Monkey March (UKO Remix)
KOLLEGIUM KALKSBURG: Des Letzte
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