UNSAFE+SOUNDS 2026: Erste Programmankündigung

Mit jeder Ausgabe beweist das Wiener Festival Unsafe+Sounds, dass sich avancierte Musik nicht auf stilistische Kategorien reduzieren lässt. Seit seiner Gründung hat sich das Festival als eine der wichtigsten Plattformen für experimentelle, elektronische und zeitgenössische Musik in Österreich etabliert. Auch die zwölfte Ausgabe versammelt Anfang September internationale und heimische Künstler, deren Arbeiten neue Perspektiven auf Klang eröffnen und die Grenzen zwischen Konzert, Performance, Installation und Clubkultur verschwimmen lassen.

Bild Usafe+Sounds Festival, Wortubakirche
Usafe+Sounds Festival, Wortubakirche © Philippe Gerlach

Unter dem Motto „The level sunlight still warms walls“ rückt Unsafe+Sounds 2026 die emotionale Dimension von Musik ins Zentrum. In einer Zeit, die vielfach von Überforderung, Unsicherheit und Erschöpfung geprägt ist, richtet das Festival den Blick auf jene Qualitäten von Klang, die Nähe, Schönheit, Sensibilität und Intimität erfahrbar machen. Anstelle provokanter Gesten oder theoretischer Schärfe stehen dieses Mal Gefühl, Sinnlichkeit und die Kraft musikalischer Atmosphäre im Mittelpunkt. Romantische Zugänge, fragile Klanglandschaften und poetische Ausdrucksformen bilden den roten Faden eines Programms, das den emotionalen Resonanzraum von Musik neu auslotet.

Grafik Unsafe+Sounds 2026
Grafik “Unsafe+Sounds 2026”

Von 4. bis 13. September verwandeln sich unterschiedliche Spielstätten Wiens erneut in Orte intensiver Hörerlebnisse. Den Auftakt bildet die Wotrubakirche samt Gartenanlage, ehe sich das Festival über mehrere Tage unter anderem im Porgy & Bess, im ORF Radiokulturhaus sowie im AIL in der Alten Postsparkasse entfaltet. Das Spektrum reicht von Ambient- und Orgelkonzerten über audiovisuelle Performances und experimentelle Clubnächte bis hin zu installativen Formaten, Lesungen und genreübergreifenden Begegnungen.

Dass Unsafe+Sounds seit Jahren zu den spannendsten Festivals seiner Art zählt, liegt nicht zuletzt an seiner konsequenten Programmgestaltung. Hier treffen Hochkultur und Subkultur, elektronische Musik und Improvisation, akustische Instrumente und digitale Klangwelten selbstverständlich aufeinander. Das Festival versteht Musik dabei nicht nur als ästhetische Erfahrung, sondern ebenso als Medium gesellschaftlicher Reflexion und als Möglichkeit, neue Formen des Wahrnehmens zu eröffnen.

Bild der Künstlerin feeo
feeo © Ciara Reddy

Bereits die erste Programmankündigung verspricht zahlreiche Höhepunkte. Mit dabei sind unter anderem das australische Kulttrio The Necks, der österreichische Elektronikpionier Christian Fennesz, die belgische Produzentin Sky H1, Organistin und Komponistin Claire M Singer, der schwedische Organist Hampus Lindwall, der polnische Komponist Piotr Kurek mit seinem Ensembleprojekt „Smartwoods“, das Duo Saint Abdullah & Eomac, die kanadische Formation EarthBall, die britische Musikerin feeo, Richard Youngs, Torus, ulla, Youmna Saba sowie Ugnė Uma. Weitere Programmpunkte sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.

Unsafe+Sounds bleibt damit auch 2026 seiner Linie treu und versammelt Künstler:innen, die mit ihren Arbeiten neue ästhetische Räume erschließen und den Begriff zeitgenössischer Musik immer wieder neu definieren.

Tickets sind via kupf.at und unsafeandsounds.com erhältlich