Timna Brauer & Elias Meiri präsentieren „Songs for Jerusalem“

Mit ihrem wunderbaren Programm „Songs for Jerusalem“ in den Wochen vermehrt in Österreich unterwegs sind Sängerin Timna Brauer und ihr langjähriger Partner und Ehemann Elias Meiri. Das Duo begibt sich einmal mehr auf die Suche nach der Vielfalt jüdischer Musik des zwanzigsten Jahrhunderts und versucht dabei auch die Querverbindungen zu christlichen und muslimischen Gesängen sowie zu zeitgenössischen Musikformen zu dokumentieren.

Im Mittelpunkt des Programms steht die jüdische Musik mit all ihren verschiedensten traditionellen Ausformungen. Bei näherer Betrachtung dieser Musikrichtung und deren Geschichte, erkennt man schnell, welchem Wandel diese sephardischen Lieder im Laufe der Zeit unterworfen waren und welch verschiedene fremde kulturelle Einflüsse auf sie eingewirkt haben. Ursprünglich wurden diese auch nur ausschließlich von Frauen gesungen. Entstanden in der spanischen Hochkultur des Mittelalters, wurden sie mündlich überliefert und lebten in der sephardischen Diaspora weiter, nachdem die Juden 1492 aus Spanien vertrieben worden waren.

Nach wie vor ist Ladino die Umgangssprache der sephardischen Juden, die im gesamten Mittelmeerraum ansässig geworden sind. Ladino ist das spanische Pendant zum mitteleuropäischen Jiddisch, eine Mischung von Altspanisch und Hebräisch. Einige Lieder wurden in Andalusien von den Zigeunern übernommen und so entstand eine Verbindung zum Flamenco. Andere Lieder entstanden während der Immigration und nahmen neue Einflüsse, wie etwa aus Jazz, auf, ohne die ursprüngliche Essenz zu verlieren.

Timna Brauer war und ist es immer schon ein Anliegen gewesen, in musikalischer Form eine Verbindung zwischen den jüdischen, christlichen und islamischen Traditionen und aktuellen musikalischen Spielformen herzustellen und so mit Nachdruck zu belegen, dass die verschiedenen Kulturkreise parallel miteinander entstanden sind und sich sehr wohl ständig gegenseitig beeinflusst haben.

Das Programm der Sängerin und des Ensembles ihres Mannes Elias Meiri besteht aus den so genannten “Klassikern” des sephardischen Liedguts genauso, wie aus arabisch-andalusischen Gesängen und neuen Kompositionen aus alten Schriften. Damit sind außerordentlich facettenreiche und vielfältige Konzertabende garantiert.(mt)

Termine:
25.3. Festsaal des Kärntner Caritasverbandes, Klagenfurt
26.3. Hofermühle, Stainz
2.4.  Landesmusikschule, Hartkirchen
3.4.  Stadthalle, Ybbs
7.5.  Spielraum, Gaspoltshofen

Foto © Stephan Trierenberg

http://www.brauer-meiri.com/