
Alles spielt sich, wie schon gesagt, in einem sehr reduziert gehaltenen Rahmen ab, die Beats sind gerade gesetzt, aber keineswegs dominant, der Bass, wenn vorhanden, ein im Untergrund intensiv nach vorne treibender, die Klangarbeit ist eine, die fast gänzlich alle Melodien oder und Harmonien in den Hintergrund rücken lässt, gleichzeitig aber dennoch auf irgendeine seltsame Weise von sanfter Filigranität ist. Vielmehr als sich alles an der wahrnehmbaren Oberfläche abspielt, sind die Nuancen bei näherem Hinhören irgendwo in der Weite des Sounds festzumachen.
Es ist das geschickte Spiel mit Andeutungen, welches Fadi Dorninger zu seinem Leitmotiv erkoren. Glaubt man sich für einen Moment an einem Klangmotiv anhängen zu können, verschwindet es auch schon irgendwo hinter plötzlich in Erscheinung tretenden elektronisch generierten Störgeräuschen. Dieses ständige Hin und Her gepaart mit breiten 80er-Synthiesounds, Industrial- und Ambient-Einwürfen, ein wenig Pop und Tanzbarkeit zeigt sich als eine sehr stimmungsvolle und atmosphärisch dichte. Fast schon meditativen Charakters entwickeln sich die Stücke von The Smiling Buddhas mit der Dauer regelrecht zu hypnotischen und tranceartigen Zuständen, die den gesamten Raum bis in den letzten Winkel ausfüllen und einladen, sich dem Dargebotenen einfach auszusetzen. Ein wirklich schöner, gelungener und vor allem innovativer Gegenentwurf zu dem sonst so in diesem Bereich Fabrizierten.
Michael Ternai
http://www.base.at/smiling-buddhas/