Start des musikalischen Adventkalenders in Wien mit Neuwirth & Hodina und Schneesand

Mit einem ganz besonderen Konzertabend startet am 1. Dezember im Melker Stiftskeller in Wien der diesjährige „musikalische Adventkalender“. Zu Gast sind mit Roland Neuwirth und Karl Hodina zwei der ganz Großen des Wienerlieds, die einmal mehr die hohe Kunst der originalen Schrammelmusik zelebrieren werden. Ebenfalls auf der Bühne einfinden werden sich der Hangspieler Peter Rosmanith und Gitarristin Michaela Liebermann, die ihre gemeinsam aufgenommene und viel beachtete CD „Schneesand“ zur Aufführung bringen werden.

Es ist noch nicht wirklich lange her, da hat das Wienerlied vorwiegend in den Heurigen der Stadt stattgefunden und von den so genannten Musikexperten wurde es eher mit einem milden Lächeln bedacht. Glücklicherweise hat sich die Sicht auf die traditionelle Wiener Schrammelmusik in den vergangenen Jahren stark verändert. Sie ist heute wieder „in“ und wird als Kunstform wahr- und ernstgenommen. Zwei Musiker, denen es zu verdanken ist, dass die Schrammelmusik nicht komplett aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit verschwunden ist, sind Roland Neuwirth und Karl Hodina. In einer Zeit, in der sich nicht viele für die traditionelle Wiener Musikform interessiert haben, waren es der Gitarrist und der Akkordeonist, die dem Wienerlied ihren besonderen Stempel aufgedrückt haben. Nur wenige haben es so geschickt verstanden, Schrammelklänge, Bluesharmonien, moderne Rhythmen in die Wiener Sprachmelodie einzubinden. Wenn Neuwirth und Hodina aufeinandertreffen, treffen zwei Brüder im Geiste zusammen. Vielleicht nicht in ihren Ansätzen, doch dem gleichen Ziel folgend, versuchen die beiden Ausnahmemusiker, auch die heutige Generation für das Wienerlied zu begeistern. Mit Erfolg, wie man sieht.

Unterschiedlichste Klangtraditionen aus allen Winkeln der Welt erwartet das Publikum beim Konzert des zweiten Duos dieses Abends. Schlagwerker Peter Rosmanith und Gitarristin Michaela Liebermann laden zu einer in der Tat wundersamen Rhythmus-Reise. Mit im Gepäck haben sie ihre vielbeachtete CD „Schneesand“. Hier handelt es sich zwei MusikerInnen, die in ihren unterschiedlichen Projekten immer darum bemüht sich, auch über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Angetrieben von der Neugier nach dem Unbekannten, taucht das Duo auf seiner Suche nach etwas Neuem oftmals in ferne und hierzulande noch unbekannte Klangwelten ein. Die Kunst des der beiden Musiker besteht darin, Elemente dieser in die eigene Musik einzubinden, die unterschiedlichen Einflüsse in einen harmonischen Einklang zu bringen. Am Ende stehen Stücke, die stilistisch ein enorm breites Spektrum abdecken. So finden sich in den Kompositionen genauso Anleihen aus dem Jazz, wie auch aus den Volksmusiken aus Afrika und dem Wienerlied. (mt)