
Der in Mödling geborene Martin Skerwald hat in Linz Grafik-Design studiert, bevor er in Wien das Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste anfing. Heute ist Skero neben seiner Musik auch als Street Art Künstler tätig und hat schon einige Ausstellungen mit seinen Bildern gefüllt. In seinem Song Künstler, der unter anderem auf Platz eins der FM4-Charts rangierte, von seinem Soloalbum „Memoiren eines Riesen“ prangert er die Missstände der heimischen Kunstszene genauso an wie das Bild des Künstlers in der Öffentlichkeit: „Olle Künstla, olle Mola, san ja kane bravn Steuazohla“, heißt es da in einer Textzeile.
Sein Hit Kabinenparty schaffte aber nicht den herkömmlichen Weg in die Charts. Erst via Facebook, mit Hilfe der Gruppe „Wir manipulierden die Charts – Kabinenparty als Nummer eins!“, wurde der Song ins Hitradio und somit in den Mainstream gehievt. Ö3 feiert den Hip Hoper zur Zeit als heimische Antwort auf die Atzenmusik. Ein Vergleich, der Skero sicherlich nicht gerecht wird, da seine Musik sowohl textlich als auch musikalisch tiefer gestrickt ist, als der Holzhammer-Party-Elektropop seiner deutschen Kollegen. Der Song „Fußboi“, der von einem fiktiven Match österreichischer Fußballlegenden gegen Strizzis handelt, ist eine der herausragendsten Tracks des Albums und ist nicht nur bei Ballestererlesern sehr beliebt. „Olle san has, kana spüt nur mehr zum Spass“….“Noch an gescheidn Eisenbahner kann er nimma stehn“, heißt es darin, und Fans, Spieler, Zuschauer und Schiedsrichter bekommen ihr Fett ab.

Fotokredits: Skero