Ein wirklich schönes Projekt an den Start gebracht hat der österreichische Bassist Oliver Steger mit dem Ensemble S.O.D.A. Gemeinsam mit Patricia Breiteck, Dietmar Stemmer und Amirkasra Zandian zeigt sich der umtriebige und gefragte Jazzer nun auch in der Rolle eines Songwriters von Klasse. „Love Call“, das im vergangenen Herbst erschienene Album dieser außergewöhnlichen Formation, zeigt sich als überaus gelungene und vor allem richtig coole und entspannte Gratwanderung zwischen den verschiedenen Stilen. Jazz trifft auf Pop, R&B, viel Soul und Elemente der Folklore des Mittleren Ostens, eine eigenwillige Mischung, die bestens funktioniert und in wirklich starken Songs ihren Ausdruck findet. Die nächste Gelegenheit, den neuen Songs zu lauschen, gibt es am 3. Dezember im Wiener Porgy & Bess.
Dass Oliver Steger an seinem Instrument hierzulande zu den Führenden seiner Zunft gehört, weiß man nicht erst seit gestern. Als gefragter Sideman in unterschiedlichen Projekten sein außergewöhnliches Können unter Beweis stellend, weiß der Bassist nun auch als Songschreiber in hohem Maße zu überzeugen. Die Musik seiner neu zusammengestellten Combo S.O.D.A. hat alles, was notwendig ist, um richtig zu begeistern und in Staunen zu versetzen. Gemeinsam mit seinen eindrucksvoll performenden MitmusikerInnen Patricia Breiteck (Gesang), Dieter Stemmer (Keyboards/Loops) und Amirkasra Zandian (Percussions/Gesang) begibt der sich noch nie um irgendwelche Grenzziehungen zwischen den verschiedenen Spielformen kümmernde gebürtige Niederösterreicher auf einem musikalische Entdeckungsreise, die ihn durch die unterschiedlichsten klanglichen Traditionen führt.
Was das Wiener Quartett entstehen lässt, sind abwechslungsreiche, stilistisch sehr vielschichtige und richtig schön groovende Songs, die mit einer heue sonst nur noch selten gehörten Eleganz und Lässigkeit aus den Boxen schallen. Wiewohl die irgendwo zwischen den Polen Jazz, Pop, R&B, Soul und der Folklore des Mittleren Ostens pendelnden Kompositionen durchaus anspruchsvoller und herausfordernder Natur sind, kippen sie erfreulicherweise in ihrer sehr lebendigen und verspielten Umsetzung nie ins Kopflastige, sondern behalten vom ersten bis zum letzten Ton ihre leichtfüßige und charmante Art. (mt)