
Wie an dieser Stelle schon oftmals verlautbart, tut sich in der österreichischen Rock-Szene einiges. Und zwar im positiven Sinn. Das neueste Beispiel ist die Band Pink As A Panther. Es handelt sich hier um vier Musiker, die sich ganz und gar dem Rock der alten Schule verschrieben haben. Laut, ungehobelt und vor allem gegen jeden Trend. Mit ihrem gleichnamigen Debütalbum legt die Truppe ein Stück Musik vor, das ebenso in den siebziger Jahren hätte erscheinen können und damals vermutlich jede Menge Erfolg gehabt hätte.
Pink As A Panther sind Sänger Mick The Big, Bassist Jonas Fochs, Schlagzeuger Raphael Vincent und Gitarrist Zaccarias Fochs. Gegründet wurde die Linzer Band zwar bereits im Jahre 1998, auf ein Album aber musste man bis zum Sommer dieses Jahres warten. Was natürlich nicht bedeutet, dass die vier Musiker auf der faulen Haut gelegen wären. Für eine vier Band, die noch keine Veröffentlichung vorzuweisen hatten, ist der Vierer viel herumgekommen. So spielte Pink As A Panther nicht nur in Österreich sondern tourte bereits durch das Mutterland des Rock England, sowie durch Tschechien und Deutschland. Auf diesen Reisen sammelten die Truppe viele Erfahrungen, die sich nun auch in den Songs des Debüts widerspiegeln.
Im Juli war es schließlich so weit. Nach einer zehnjährigen Schaffensphase veröffentlichten Pink As A Panther ihr Debütalbum. Und eines kann man auf jeden Fall sagen, das Warten hat sich gelohnt. Die insgesamt 16 Tracks entführen den Hörer in eine Zeit, in denen die großen Rockdinosaurier der siebziger Jahre die Weltherrschaft in der Musik angestrebt haben. Stilistische Konzessionen an irgendwelche moderneren Einflüsse machen Pink As A Panther keine. Warum auch, die Tracks rocken auch ohne Zutun stilfremder Einflüsse was das Zeug hält. Mal zitiert man Kiss und AC/DC, dann wieder Led Zeppelin und Deep Purple, und natürlich darf ein bisschen Black Sabbath auch nicht fehlen. Zugegeben, die vier Musiker erfinden damit das Rad nicht neu, die Art und Weise wie sie dem verstaubt geglaubten Genre aber neues Leben einhauchen, macht schlicht und einfach Spaß. Und den scheint die Band bei den Aufnahmen des Albums selbst ebenfalls gehabt zu haben.
Neben dem exzellenten Songwriting ist auch die Leistung des Mannes hinter dem Mikro hervorzuheben. Der Gesang von Mick The Big erinnert in nicht wenigen Momenten an den des The Cult-Frontmannes Ian Astbury. Kraftvoll, tief und mit viel Pathos. Dazu viel Gespür für wirklich einprägsame Melodien. Dass Pink As A Panther inzwischen auch unter Kollegen viele Freunde und Fans haben, zeigt die Liste der Musiker, die unterstützend am Debüt mitgewirkt haben. So leihen heimische Größen wie Huckey von Texta, Manuel Normal, Markus Eckelmayer von Parov Stelar oder Didi Bruckmayr manchen Tracks ihre Stimme. Alles in allem ist den drei Jungs ein echt starkes Debütalbum gelungen, was durchaus hoffen lässt, auch in Zukunft noch einiges von Pink As A Panther zu hören.(mt)

http://www.pinkasapanther.com/