Aktuelle Veröffentlichungen zusammengefasst von Sophia Olesko. Der Release Radar ist eine Auswahl an Single Releases aus dem Bereich Pop/Rock/Elektronik made in Austria. Den Release Radar gibt es auch als Playlist auf Spotify.
FARMAR – „RESTLESS“ (MORINIKO // VÖ: 19.09.´25)
Die neue Single von farmar (Mynth, Bon Jour, Good Wilson) beginnt mit Gitarrenfuzz, elektronischem Hämmern und Pochen. Es ist experimenteller Indie, getragen von Vocals, die wirken wie ein Echo aus weiter Ferne, einem Traum entsprungen. „Restless“ ist eine Collage, gemalt in einer Farbpalette von dunklen bis leuchtenden Tönen. Verflochten darin sind gefühlvolle Klänge mit kathartischer Tiefe, die in einem Soundgipfel zusammenlaufen, der zugleich episch wie unaufdringlich ist. Thematisch geht es um innere Unruhe, die einen motiviert und antreibt. farmar, der als Musiker u.a. mit den vorher erwähnten Bands auf der Bühne steht, verwirklicht als Produzent die musikalischen Visionen von Please Madame, Siamese Elephants oder Telquist und vielen weiteren hörenswerten Gruppen. farmar feiert seine Live-Premiere am 03.10. beim Waves Vienna.
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ANDY KORG – „CRACKS“ (JÜRGEN OMAN // VÖ: 19.09.´25)
Andy Korg veröffentlicht mit „Cracks“ eine Single für Sorg- & Schwerelosigkeit. Er war zuletzt mit „Nuit Neon“ im mica Release Radar und vor einigen Jahren mit A.G. Trio und der Band Ages aktiv. Jetzt produziert der Linzer Musiker hauptsächlich elektronische Musik, melodischen House und Pop-Songs. „Cracks“ will mit einem gemächlichen Beat den Moment zwar eher verlangsamen, lädt aber dennoch ein, die Lautsprecherboxen auf Anschlag aufzudrehen und dazu zu tanzen. Die Single mutet an wie ein Feel-Good-Song, mit dem Video entsteht jedoch eine neue Konnotation. Der Text handelt vom Ende einer Beziehung, die unzerstörbar schien. „Doch statt in Melancholie zu versinken, verwandelt `Cracks´ diese Geschichte in pure Energie“, informiert der Künstler.
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FOLKSHILFE & AVEC – „HOME / DAHOAM“ (TÖCHTERSÖHNE RECORDS // VÖ: 19.09.´25)
„Home / Dahoam“ heißt die kollaborative Single von folkshilfe & AVEC. Mit zweisprachigem Text vereinen sich die musikalischen Welten der Musiker:innen. “Tatsächlich haben AVEC und wir uns auf Festivals kennengelernt, wir haben immer wieder am selben Festival gespielt und sind ins quatschen gekommen und haben uns super verstanden“, erzählt Florian Ritt von folkshilfe. Gemeinsam mit dem Produzenten Andreas Häuserer haben sie sich getroffen und in drei Stunden war der Song dann fertig. “Ich liebe den Song, den wir da geschaffen haben. Für mich hat er so eine schöne Energie … und er sagt viel mehr aus als diese typischen, klassischen Begriffe wie Heimat und Zuhause sein“, sagt MiriamHufnagl (AVEC). Der Song ist eine Hymne für unser Land, ganz ohne Patriotismus und stammt vom fünften Studioalbum „bunt“ von folkshilfe. Mit diesem gehen sie auf Tour, mit Konzerten in u.a. Dornbirn (25.09.), Wien (16.10.), Bern (25.11.) oder Salzburg (11.12.). Auch AVEC wird live zu erleben sein auf ihrer All My Imaginary Friends Tour u.a. in Salzburg (15.11.), Wien (16.12.), Gmunden (28.02.´26) oder Linz (13.03.´26). Im unterhaltsamen Video zu „Home / Dahoam“ erkunden die Musiker:innen eine Ausstellung und tauchen ein in das, was für sie Zuhause ist.
AVEC (Instagram)
folkshilfe (Instagram)
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LEFTOVERS – „GEKOMMEN UM ZU GEHEN“ (PENGUIN RECORDS // VÖ: 22.08.´25)
Manchmal muss man gehn wenns am schönsten ist und manchmal ist es am Schönsten, wenn man weiß, dass man wieder gehn kann. “Gekommen um zu gehn” heißt die neue Single von Leftovers, in der deutsche Texte auf Gitarrengeschnurre und eine Neigung zur Ekstase treffen. Die Single ist mit 2:31 Minuten knackig, kommt ohne Umschweife zum Tosen und ist somit buchstäblich gemacht für eine Runde pogen. Völlig egal wie die Schuhe danach aussehen oder das Handy zu Schrott wird. Die Band, bestehend aus Alexander Waismayer, Leon Eder, Leonid Sushon und Anna Grob veröffentlicht Musik seit 2019 und ist eine junge Band, die Alternative Rock Liebhaber:innen kennen sollten. Heuer spielt die Gruppe noch Gigs im Rahmen ihrer Alles Endet-Tour in u.a. Berlin (22.10.), Hamburg (23.10.), Graz (27.11.) und Linz (28.11.), wobei es für eine Show schon keine Tickets mehr gibt und 60 % der Tickets bereits verkauft wurden. Kommendes Jahr spielen Leftovers an zwei Abenden im WUK Wien (08.05. & 09.05).
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NIMMER – „MÜDE“ (CRATER8RECORDS // VÖ: 22.08.´25)
Nimmer sind eine neue Wiener Band, bestehend aus Ingo Geiger, Andreas Fennes und Johann Gimplinger. Die Newcomer haben mit „müde“ ihre beachtenswerte Zweite Single veröffentlicht. Der Song entstand nach der Aufarbeitung einer vergangenen Beziehung, die an der Angst vor Nähe gescheitert war, wie Frontmann Ingo Geiger verrät. „Müde“ ist zugleich ein Eingeständnis und ein Versprechen an sich selbst, ein Song der einlädt, mit sich selbst zu tanzen. Musikalisch bewegt sich der Track langsam und akustisch, vom Feeling her wie ein L´amourhatscher. Im Mai veröffentlichte Nimmer ihre Debütsingle „Frankreich“. Zu beiden Songs gibt es Videos, die thematisch ineinandergreifen und wohl als fortlaufende Serie gedacht sind: am Ende es Videos von „Frankreich“ taucht ein Mann auf, der auch im Video von „müde“ eine Rolle spielt.
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LUSTERBODEN – “VESPA FAHREN” (MONKEY. // VÖ: 05.09.´25)
Das Wiener Duo Lusterboden bestehend aus Florian Klingler und Merlin Miglinci, veröffentlichte vergangenes Jahr ihr Debütalbum „Sturz auf Wien“. Jetzt legen die beiden mit der Single „Vespa fahren“ nach, die gleichzeitig ihr neues Album ankündigt. Der Musikstil von Lusterboden ist eine Melange aus Wienerlied, Jazz und humorvollen Texten. Ein Erfolgsrezept, wie ihre monatlichen Hörer:innen beweisen. Die beiden sind, wie man in Wien sagen würde, nicht auf die Goschn’ g’falln und vereinen im Text ihrer neuen Single poetische mit brachialen Phrasen. Sie provozieren mal ein Lächeln, mal Unbehagen und machen dabei thematische Sprünge, für die man den vierten Gang einlegen muss, um mitzukommen. „Vespa fahren‘“ ist auf jeden Fall eine spannende Single die Fans von Provinz oder Nino aus Wien gefallen könnte.
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MAYAA – „ABOUT YOU“ (MAYAA // VÖ: 05.09.´25)
Hinterdem Namen MAYAA steckt die 25-jährige Musikerin und Schauspielerin Maya Wopienka. Sie hat im Film „Sonne“ von Kurdwin Ayub mitgespielt und veröffentlicht seit dem heurigen Jahr ihre Musik. 2023 stand sie das erste Mal mit eigenen Songs auf der Bühne und performte heuer erstmals am Donauinselfest. Die bisher veröffentlichten Singles zeigen die Vielfältigkeit der Musikerin: Mal auf Deutsch, Mal auf Englisch, das Klanggewand akustisch oder elektronisch. Doch eines ist bei jedem Song jedoch gleich: Ihre Stimme ist der Anker. „About You“ ist ein Pop-Song mit Dance/House-Feeling und wurde von heimlich produziert, der auch Beats für den Hip-Hop Künstler jōshy macht. Die neue Single ist Vorbote von MAYAA`s Debüt-EP, die am 10.10. erscheinen wird.
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LIZKI – „HUSH NOW, BABY“ (SEAYOU RECORDS // VÖ: 05.09.´25)
LIZKI`s neue Single „Hush Now, Baby” ist der letzte Release vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Losing Grip In A Chaotic World“. Sie war zuletzt mit „In Between“ im mica Release Radar. Die Münchnerin ist musikalisch und auch visuell avantgardistisch. Ihre visuelle Identität bedient sich einer verspielten Ästhetik, die mit viel Liebe zum Detail arrangiert ist und bei jeder Veröffentlichung gefühlt eine Weiterentwicklung vollzieht. Die neue Single „Hush Now, Baby“ ist glitzernder Hyperpop mit sattem Arrangement. Komplex und doch eingängig, bewegt sich der Text zwischen der eigenen Angst und Zeilen, die Mut zusprechen. Im Herbst startet die aufstrebende Künstlerin in eine Album Release Tour mit Ant Antic, mit Stopps in u.a. Berlin (09.10.), München (22.11.), Wien (25.11.) und Hamburg (04.12.).
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MIRA&ADAM – „OZEAN“ (TONBAND MUSIK // VÖ: 05.09.´25)
Das Wiener Duo Mira&Adam veröffentlicht seit acht Jahren ihre selbst komponierte sowie produzierte Musik. Sie sind aber nicht nur musikalisch verbandelt, denn die beiden sind außerdem seit 10 Jahren ein Paar. Warum dann so ein trauriger Lovesong? Mira&Adam lassen diese Frage nicht offen: Das Lied wurde inspiriert durch die hollywoodhafte Kennenlerngeschichte von Miras Eltern in Kalifornien. Es ist ein Song, der mit geballter Pop-Power die Beziehung hinterfragt: „Glaubst du werden wir an dieser Liebe mal zerbrechen?“, singt Mira, deren Vocals zwischen Sanftheit und Fulminanz changieren. Die Dramatik des emotionalen Lovesongs nehmen die Beiden in den Sozialen Medien aufs Korn und zeigen damit, dass sie sich und ihre Musik mit Humor nehmen.
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