
Tausende, teils unvergessliche Konzerte im In- und Ausland in den vergangenen vier Dekaden sowie ein zu allen Seiten offenes Repertoire haben das ORF Radio-Symphonieorchester zu dem gemacht, was es heute ist: ein unverzichtbarer Bestandteil des österreichischen Kulturlebens.”Der Gegenwart eine Stimme verleihen, der heute gespürten und gedachten Musik ein Instrument sein”, so lässt sich das übergeordnete Leitbild des ORF Radio-Symphonieorchesters in wenigen Worten wohl zusammenfassen. Nur wenige Orchester in Österreich haben in der Vergangenheit so viel für die heimische zeitgenössische Musikszene getan, wie es das 1969 aus dem Großen Orchester des Österreichischen Rundfunks hervorgegangene RSO Wien getan hat. Ganz dem eigenen Selbstverständnis nach nimmt die Förderung vor allem junger österreichischer Komponisten einen zentralen Platz in den Programmen dieses traditionsreichen Klangkörpers ein, womit ihm auch eine bedeutende Funktion als Sprachrohr für die österreichische Szene zukommt.
Die Geschichte des Wiener Radiosymphonieorchesters ist, denkt man nur an die unzähligen wunderbaren Konzerte und Aufführungen, eine voller musikalischer und künstlerischer Sternstunden. Auf der anderen Seite musste es sich seine Position als bedeutende heimische Musikinstitution aber auch stets erkämpfen. Für sein Buch „Orchesterspielen – Geschichten aus dem Leben des RSO Wien” heftete sich der Journalist und Musikwissenschaftler Matthias Wurz ein Jahr lang an die Fersen der MusikerInnen des RSO, begleitete sie auf Konzertreisen und führte mit ihnen Interviews. Das für Österreich so wichtige Orchester sollte einmal aus einer anderen, bisher weniger bekannten Perspektive beleuchtet werden. (mt)
http://rso.orf.at/start