Die besten Projekte entstehen dann, sofern man gar nicht auf krampfhafter Ideensuche ist. Wer braucht schon gezwungenes Mindmapping, Brainstorming und Co., wenn man sich auch einfach gemütlich im Beisl treffen kann und die Gedanken nach ein paar Bier ganz alleine durch den Raum schweben. Genauso geschah es bei Valentin Oman und Thomas Mora. Wie so oft trafen die Beiden im Wiener Lokal „Salzberg“aufeinander, ausgestattet mit Laptop und ihren Instrumenten. Eben dort kam ihnen die spontane Offenbarung, mit den mitgebrachten Utensilien etwas Kreatives zu erschaffen. Und schon war die Formation Ramon geboren.
Gut ausgerüstet mit Gitarre, Bass, Drums, sowie speziellen Instrumenten-Schmankerln der Elektromechanik, wie etwa einer Hammond Orgel, einem Fender Rhodes Piano und einem Moog Synthesizer, machen sich die Herren seit dem Jahre 2004 daran, an einer publikumswirksamen Klangcollage zu basteln. Was als sonntägliche Jam-Session mit gemeinsamen Freunden im besagtem Lokal seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile zu richtigen Live-Shows auf den großen und kleinen Bühnen dieser Welt etabliert. Denn bestärkt von den vielen Musikbegeisterten, die sich immer wieder zu den Jamsessions inklusive ausgelassener Afterpartys eingefunden haben, wagten Oman und Mora schließlich das Experiment der CD-Aufnahme. Entstanden ist daraus ein 12-Track Debüt mit dem Namen „Salzberg…the chilling sessions“. In diesem Sinne werkeln die beiden Musiker seitdem spontan und ungezwungen an ihren Sounds und widmen sich stets neuen spannenden Projekten. Was anderes hat man von zwei Freigeistern, die sich voll und ganz der Vielfältigkeit der Musik zugeschrieben haben auch nicht zu erwarten.
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Thomas Mora widmet schon seit den frühen Neunzigern seinem Bassinstrument und dem Produzieren und hat unter anderem schon mit Georg Danzer, Hansi Lang oder Die Trenkwalder zusammengearbeitet. Wenn er nicht gerade für bekannte Größen der Schlagerszene an neuem Songmaterial arbeitet, produziert er Soundtracks für Film und Fernsehen. Valentin Oman hingegen, gibt sich neben dem Projet Ramon voll und ganz der österreichischen Pop-und Jazzszene hin. Als ausgebildeter Pianist ist er nicht nur festes Bestandsmitglied der Vienna Soul Society, sondern übernimmt außerdem die musikalische Leitung der Favorhythm Gospel Singers und hat nebenbei für internationale und nationale Musiker wie Phil Collins, Bonny Tailor, Stella Jones, Matt Schuh oder Manuel Ortega, sowie für unzählige Musical-Produktionen in die Tasten geschlagen.
In Ramon-Auszeitphasen, haben die Beiden also genügend anderweitigen Beschäftigungen nachzugehen. Doch nun steht die Formation wieder in den Startlöchern und wird bald das dritte Album vorführen. Nachdem das Zweitwerk „touring“, die musikalische Reise von Griechenland bis Australien dokumentierte, reist man jetzt bis zu den Sternen. „Stars“ wird wie in gewohnter Manier das Beste aus Elektro, Breakbeat, Funk und Soul herausheben. Wie schon auf „touring“, setzt man auch diesmal wieder wieder auf den britischen Sänger Carl Avory , der seit seinem Umzug in die österreichische Bundeshauptstadt, als drittes Fixmitglied von Ramon gilt.
Nachdem schon bei der ersten beiden Alben Gastmusiker (unter anderem Louie Austen, Big John Whitfield) ins Studio geladen wurden, wird man vermutlich auch diesmal nicht darauf verzichtet haben. Das aktuelle Liedmaterial ist zumindest schon so weit im Kasten, dass es gerade ans Mastering geht. Eines ist schon mal so gut wie gewiss: Carl Avory wird sich für die Aufnahmen von „Stars“ garantiert wieder die Seele aus dem Leib gesungen haben. Vor allem Live wissen die Vollblutmusiker ihr Können perfekt und mit großer Leidenschaft umzusetzen. So darf man sich schon jetzt auf die ersten Konzerte von Ramon freuen. Die Tourdaten stehen bislang noch nicht fest, aber trotzdem sollte man sich zur Sicherheit schon mal die Tanzschuhe bereitstellen. (bw)
Serie:
http://www.ramon-online.com/