
Die hörbaren Einflüsse auf Pieter Gabriels erstes Album liegen unverkennbar bei denjenigen Bands, zu deren Beschallung man eher schwermütigen Gedanken nachhängt als ausgelassen Tanzen zu gehen. Als Beispiele seien hier exemplarisch Nick Drake, Radiohead, Smog, Jeff Buckley und My Bloody Valentine genannt. Eine düstere Atmosphäre durchzieht sämtliche Stücke des Werks, die zudem durch die melancholischen Texte, vorgetragen mit eindringlicher Stimme, untermauert wird.

Seit den Aufnahmen zu diesem Album hat Pieter Gabriel sein kleines Ensemble mittlerweile zu einer ausgewachsenen Band mit insgesamt fünf Musikern erweitert, wodurch auch bei so manchem „alten“ Stück kein Stein mehr auf dem anderen geblieben ist. So präsentieren sich manch vormals melancholisch-nachdenkliche Stücke im Live-Kontext im druckvollen Breitwand-Rock-Sound. Geschadet hat das den Songs jedenfalls nicht. Vielmehr konnte diesen dadurch eine weitere Facette hinzugefügt werden, mit der Pieter Gabriel und seine The City Of Last Things auch gestandene Rocker zu überzeugen wissen. (mm)