
Die One.Night.Band wurde einzig aus einem Grund gegründet, es soll sich ausschließlich der Auslotung musikalischer Grenzen und Begrifflichkeiten widmen. Wer das Schaffen der Mitglieder dieses Ensembles kennt, der weiß dass es sich hier allesamt um echte Freigeister handelt, für die das Experiment und Außerkraftsetzen traditioneller Strukturen in der Musik einen essentiellen Bestandteil in der künstlerischen Arbeit darstellen. Es geht hier um die Erforschung neuer Wege, darum, sich mit dem Phänomen des Klangs auseinanderzusetzen, diesen, wenn möglich in unterschiedlichen Kontexten verschieden zum Ausdruck zu bringen. Begriffe wie Improvisation, (Free) Jazz, Elektronik, Elektroakustik oder Klangkunst stellen dem Verständnis der ProtagonistInnen nach, einzig nur den Versuch dar, dem Gehörten und Gesehenen einen Namen zu geben. Ihr Ansatz geht aber über diese Kategorisierungsversuche weit hinaus.
Zahra Mani (Kontrabass, E-Bass, Laptop), Bertl Mütter (Posaune), Martin Siewert (E-Gitarre, Elektronik) und Mia Zabelka (Violine, Stimme, Elektronik) sehen ihr Ensemble als ein einziges Klanglabor, in dem alles erlaubt ist und ebenso alles passieren kann. Und so ist es auch, dass sich die One.Night.Band nicht nur alleine auf den Bereich der Musik fokussiert, sondern immer auch den Versuch unternimmt, hin zu anderen Kunstformen Brücken zu schlagen. Wie eben auch im Stück von Julian Gamisch, hin zur Performance und zum Tanz.
Man darf also mehr als gespannt sein, welch faszinierendes musikalisches Schauspiel den BesucherInnen geboten wird. Auf jeden Fall das Richtige für jene, die sich auch gerne einmal etwas „anderen“ Hörerlebnissen hingeben. (mt)