One.Night.Band: WERK/SPIEL

Wenn die von Mia Zabelka und Zahra Mani gegründete One.Night.Band auf der Bühne steht, dann man sich einer Sache mehr als nur sicher sein. In welche Richtung, dieses stileübergreifend und interdisziplinär agierende Ensemble musikalisch gedenkt zu gehen, kann man im Voraus niemals wirklich  vorhersagen. Auch nicht wenn, wie am 8. Februar in der Alten Schmiede es der Fall sein wird, man sich an der Vertonung  komponierter Stücke heranmacht. Zur Aufführung bringt die One.Night.Band unter dem Motto “WERK/SPIEL” an diesem Konzertabend ein Stück, das auf einer Spielkartenpartitur des Preisträgers des phonofemme-Kompositionswettbewerbs Julian Gamisch basiert. In diesem reagiert das Ensemble auf die Tanzperformance von Bernadette Laimbauer.

Die One.Night.Band wurde einzig aus einem Grund gegründet, es soll sich ausschließlich der Auslotung musikalischer Grenzen und Begrifflichkeiten widmen. Wer das Schaffen der Mitglieder dieses Ensembles kennt, der weiß dass es sich hier allesamt um echte Freigeister handelt, für die das Experiment und Außerkraftsetzen traditioneller Strukturen in der Musik einen essentiellen Bestandteil in der künstlerischen Arbeit darstellen. Es geht hier um die Erforschung neuer Wege, darum, sich mit dem Phänomen des Klangs auseinanderzusetzen, diesen, wenn möglich in unterschiedlichen Kontexten verschieden zum Ausdruck zu bringen. Begriffe wie Improvisation, (Free) Jazz, Elektronik, Elektroakustik oder Klangkunst stellen dem Verständnis der ProtagonistInnen nach, einzig nur den Versuch dar, dem Gehörten und Gesehenen einen Namen zu geben. Ihr Ansatz geht aber über diese Kategorisierungsversuche weit hinaus.

Zahra Mani (Kontrabass, E-Bass, Laptop), Bertl Mütter (Posaune), Martin Siewert (E-Gitarre, Elektronik) und Mia Zabelka (Violine, Stimme, Elektronik) sehen ihr Ensemble als ein einziges Klanglabor, in dem alles erlaubt ist und ebenso alles passieren kann. Und so ist es auch, dass sich die One.Night.Band nicht nur alleine auf den Bereich der Musik fokussiert, sondern immer auch den Versuch unternimmt, hin zu anderen Kunstformen Brücken zu schlagen. Wie eben auch im Stück von Julian Gamisch, hin zur Performance und zum Tanz.

Man darf also mehr als gespannt sein, welch faszinierendes musikalisches Schauspiel den BesucherInnen geboten wird. Auf jeden Fall das Richtige für jene, die sich auch gerne einmal etwas „anderen“ Hörerlebnissen hingeben. (mt)