Staatssekretärin Andrea Mayer präsentierte im Wiener Gartenbaukino gemeinsam mit Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, das neue Investitionsprogramm “Klimafitte Kulturbetriebe”. Mit der Ausschreibung werden ab Herbst 2022 ökologische Investitionen wie z.B. erneuerbare Energieträger, Heizungs- und Beleuchtungsoptimierung, Dach- oder Fassadenbegrünung in Kulturbetrieben gefördert. Das Programm wird gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds abgewickelt. Der erste Call startet mit 10. Oktober 2022, Anträge sind ab sofort möglich. Einreichungen werden auch im Rahmen eines zweiten Calls 2023 möglich sein.
„Was ursprünglich als Beitrag des Kultursektors zur Bewältigung des Klimawandels gedacht war, ist heute angesichts der Energiekrise ein Muss für die Absicherung unserer Kulturbetriebe. Mit dem Fonds stellen wir insgesamt 15 Millionen Euro an Finanzierung zur Verfügung und machen ökologische Investitionen im Kulturbereich leistbar.”
Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur
EU-Aufbau- und Resilienzplan
Die EU setzt mit dem Aufbauinstrument „NextGenerationEU“ wichtige Impulse zum ökologischen und digitalen Wandel in allen Bereichen. Die österreichische Bundesregierung hat in ihrem Aufbau- und Resilienzplan 66,5 Millionen Euro für den Kulturbereich vorgesehen. Darunter umfasst ist der Investitionsfonds „Klimafitte Kulturbetriebe“, der mit 15 Millionen Euro dotiert ist.
Neue Umweltzeichen
Im Zuge der Pressekonferenz wurden auch die beiden neuen Umweltzeichen für Theater und Kinos vorgestellt. Um die Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen – vergeben durch das Klimaschutzministerium (BMK) – können sich Theater und Kinos mit konsequenter nachhaltiger Betriebsführung bewerben: Das reicht von der Energie- und Wasserversorgung über die umweltfreundliche Beschaffung und Mobilität bis hin zum Abfallbereich.
Vorgestellt wurden die Umweltzeichen von Anton Primschitz, Geschäftsführer Schubert Kino Graz, dem ersten und bisher einzigen Kino Österreichs, das mit dem EMAS-Zertifikat der EU ausgezeichnet ist, sowie von Wiebke Leithner, der stellvertretenden Geschäftsführerin und Prokuristin sowie Nachhaltigkeitsbeauftragten des Burgtheaters.
Zum Förderprogramm
Mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro bietet das Programm „Klimafitte Kulturbetriebe“ Förderungen für klimafreundliche Investitionen.
Zielsetzungen
Der Investitionsfonds setzt Anreize für die ökologische Transformation von Unternehmen aus dem Kultursektor und unterstützt diese auf ihrem Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Ziel des Programms ist es, Nachhaltigkeit zu fördern und speziell zur Erreichung von Umwelt- und Klimaschutzzielen im Rahmen des European Green Deal beizutragen.
Die Fördermittel dienen letztlich dem Erhalt von kultureller Infrastruktur in Österreich und mittelfristigen, auch kostensparenden Energieeffizienz-Maßnahmen.
Aufbau- und Resilienzplan
Der Fonds ist Teil des österreichischen Aufbau- und Resilienzplan und wird aus Mitteln der Aufbau- und Resilienzfazilität der Europäischen Union finanziert. Das Förderangebot steht allen in Österreich ansässigen Unternehmen aus dem Bereich Kunst und Kultur offen.
Fördergegenstand
Konkret werden Investitionen in Maßnahmen zur Senkung von CO2-Emissionen gefördert, die im Rahmen eines Nachhaltigkeitskonzepts umgesetzt werden:
- Klimafreundliche Heizung, Lüftung und Kühlung
- Nutzung erneuerbarer Energieträger
- Energieeffiziente Innen- und Außenbeleuchtungssystem
- Thermische Gebäudesanierung
- Maßnahmen zur Einsparung von natürlichen Ressourcen und CO2-Emmissionen
Pro Förderungsnehmer:in stehen bis zu 250.000 Euro zur Verfügung, die in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zur Auszahlung kommen.
Weitere Informationen finden Sie im Programmleitfaden oder in den FAQs.
Abwicklung und Fristen
Das Programm wird in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds abgewickelt. Anträge können innerhalb von zwei Ausschreibungszeiträumen online unter kultur.klimafonds.gv.at gestellt werden:
- 10.10.2022 – 15.03.2023
- 16.03.2023 – 29.09.2023
Nach einer Formalprüfung durch die KPC – Kommunalkredit Public Consulting werden die Anträge unter Vorsitz des BMKÖS von einem Beirat beurteilt. Die Förderentscheidungen werden im BMKÖS getroffen.
Rechtsgrundlage und Informationen
Ausführliche Informationen zu den Ausschreibungen, den förderfähigen Kosten, den Fördervoraussetzungen und -bedingungen, der Förderhöhe und -intensität, den Auswahlkriterien und zur Abwicklung der Förderungen sind auf der Website des Klima- und Energiefonds abrufbar.
Rechtliche Grundlage für das Förderprogramm sind Sonderrichtlinien (PDF, 652 KB) des Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS).
