Aktuelle Veröffentlichungen zusammengefasst von Marisa Carvalho de Matos. Der Release Radar ist eine Auswahl an Single und Album Releases aus dem Bereich Pop/Rock/Elektronik made in Austria.
Mwita Mataro – „4 Uhr Nachts“ (LasVegas Records // VÖ: 01.05.2026)
Mitten drin, zwischen Passion zur Musik und der prekären, finanziellen Situation vertont Mwita Mataro in „4 Uhr Nachts“ die Realität des Künstler:innenlebens. Der treibende, energiegeladene Sound spiegelt den täglichen Wettlauf gegen das Burn-out und den finanziellen Druck wider. Mit der kraftvollen Zeile „Alles geht in Flammen auf, inklusive mir“ fängt Mwita den extremen, emotionalen Spagat zwischen der Hingabe zu seiner Kunst und der dabei entstehenden Erschöpfung ein. Durch seine markante Stimme merkt man, dass die Hoffnung, trotz Schweiß und Tränen, niemals ganz erlischt. Der Song ist ein Soundtrack an alle, die für ihren Traum über Grenzen gehen.
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Lena Schaur – „Honey, Hello“ (Couch Club // VÖ: 01.05.2026)
Mit „Honey, Hello“ präsentiert Lena Schaur einen tiefgründigen Song, der innere Ängste, Selbstzweifel und den Mut zur Selbstbegegnung eindrucksvoll in Musik fasst. Ihr souliger, R&B‑angehauchter Sound trifft auf verzerrte Gitarren, die dem Track eine frische, kraftvolle Stimmung verleihen. Lenas ausdrucksstarke Stimme trägt den Song mit einer Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit, die sofort unter die Haut geht. „Honey, Hello“ erzählt vom Weglaufen vor den eigenen Schatten und dem Moment, in dem man erkennt, dass echter Frieden nur durch Hinsehen entsteht. Das Ergebnis ist ein intensiver Track, der Gänsehaut erzeugt und Lenas künstlerische Authentizität klar spürbar macht.
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Amon – „Vielleicht“ (SIMS-O-Records // VÖ: 24.04.2026)
Am 24. April 2026 veröffentlichten Amon ihre neue Single „Vielleicht“, eine entspannte Pop-Rock-Hymne, die dazu ermutigt, das Leben neu zu erfinden. Gemeinsam mit Produzent Matthias Simoner und David Piribauer ist ein beruhigender Song entstanden, der uns daran erinnert, dass es für einen Neuanfang nie zu spät ist. Der Track vermittelt die befreiende Botschaft, den Ernst des Alltags hinter sich zu lassen und im Zweifelsfall einfach die Koffer zu packen. Mit der Zeile „Vielleicht morgen oder besser irgendwann“ fängt die Band das Gefühl ein, sich von Zwängen zu lösen und dem eigenen Weg zu folgen. „Vielleicht“ ist der ideale Song, sein Leben einfach mal umzukrempeln, weil warum auch nicht?
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Soia – „Boss for a day“ (Soia // VÖ: 30.04.2026)
Mit ihrer neuen Single „Boss for a Day“ aus dem kommenden Album „Lullabies for Misfits“ setzt SOIA ein eindringliches Zeichen gegen Krieg und Apartheid. Trotz der schweren Thematik und Zeilen wie „so much pain“ überrascht der Song mit einer fast schon positiven Melodie und abwechslungsreichen Sounds. Dieser bewusste Kontrast macht den Track zu einer besonderen Form des Widerstands, bei der Sanftheit und Soul die klassischen Protestsongs ablösen. SOIA stellt darin die großen Fragen nach Macht und Zugehörigkeit, bleibt dabei aber klanglich reduziert und nahbar. Ein Release, der zeigt, wie kraftvoll leise Töne und eine positive Grundstimmung als Antwort auf Ausgrenzung wirken können.
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Farewell Dear Ghost – „weather control” (Ink Music // VÖ: 01.05.2026)
Nach einem Jahrzehnt im Rampenlicht tauschen Farewell Dear Ghost in „weather control“ jugendliche Rastlosigkeit gegen radikale Ehrlichkeit. Mit melancholischen Gitarrenchords und der entwaffnenden Zeile „faking keeping your shit together“ skizzieren sie ein mitfühlendes Porträt der Gegenwart. Der Song blickt tief in die Risse zwischen gesellschaftlichem Schein und mentaler Gesundheit, ohne dabei die Hoffnung zu verlieren. Es ist Indie-Rock, der nicht mehr gefallen muss, sondern verstanden werden will. Ein ehrlicher Soundtrack für alle, die das Perfekte längst aufgegeben haben.
Farewell Dear Ghost (Instagram)
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Elastic Skies – „Perpetual Motion“ (Feber Wolle // VÖ: 30.04.2026)
Mit der Single „Perpetual Motion“ fangen Elastic Skies die beklemmende Anonymität und ständige Unruhe moderner Flughäfen ein. Zwischen kühler Korg-M1-Ästhetik und brachialem Post-Punk entsteht ein roher, halliger Vibe, der die Hektik dieser Transiträume fühlbar macht. Nora Blöchl und Patrick Tilg thematisieren das Paradoxon der „ewigen Bewegung“, in der man rennt, während die Zeit so wirkt, als würde sie stillstehen. Die hypnotischen Vocals führen uns direkt in den Kopf der Reisenden, gefangen in einer Welt aus namenlosen Gesichtern und ernster Melancholie. Als erster Vorbote der EP „III“ liefert das Duo damit eine düstere, kritische Erzählung über einen Ort, den man eigentlich nie so richtig beachtet, wenn man dort ist.
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MARINA & THE KATS – „Hope will kill me in the end“ (Ideas Edition // VÖ: 01.05.2026)
In „Hope Will Kill Me In The End“ zeigen Marina & The Kats erneut ihre besondere Fähigkeit, Vintage-Swing mit Ehrlichkeit zu verbinden. Der bittersüße Indie-Track handelt von Hoffnung, Schmerz und innerer Zerrissenheit und verliert dabei aber nicht seine tanzbare Leichtigkeit. Unterstützt wird die Stimmung durch ein farbenfrohes Musikvideo, den nostalgischen Vibe des Songs perfekt einfängt. Ehrliche Zeilen wie “They say time is a healer, is it true for everyone?” verleihen dem Lied zusätzlich emotionale Tiefe. So entsteht ein berührender Swing-Song, über dessen Message man noch länger nachdenkt.
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FANTAST – „Fortune fades away“ (Protomaterial Records // VÖ: 23.04.2026)
Mit „Fortune fades away“ veröffentlicht das Wiener Duo Fantast einen energiegeladenen Track, der Kapitalismus und wirtschaftliche Unsicherheit als riskantes Pokerspiel inszeniert. Zwischen Euphorie und Kontrollverlust erzählt der Song von einer Welt, in der Glück und Scheitern oft nur einen Einsatz voneinander entfernt sind. Treibende Bässe und herausstechende Synthesizer verleihen dem Stück eine intensive Dynamik, die die Spannung des Themas widerspiegelt. „Fortune fades away“ ist ein mitreißender Kommentar zu einem System, das von Risiko und permanenter Instabilität geprägt ist.
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Rossvanboss – „Ciao, Ciao“ ( Benebene // VÖ: 06.05.2026)
Mit „ciao, ciao“ liefert rossvanboss den perfekten Soundtrack für warme Sommertage und lange Nächte am Meer. Leichte Melodien, mediterrane Vibes und ein Gefühl von Freiheit machen den Song zu einem musikalischen Kurzurlaub. Während eine sanfte Brise durchs Haar weht und man salzige Meeresluft einatmet, entfaltet sich ein entspannter Indie-Pop-Track voller Fernweh und Nostalgie. Ein Song, der nach Sonne, Küste und endlosen Sommerabenden klingt.
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