
Grüne kündigen bei der parlamentarischen Musik-Enquete einen Gesetzesantrag anWien (OTS) – “Wir brauchen dringend ein Musikförderungsgesetz, das sich auf adäquate Weise mit den aktuellen Formen und Bedingungen heimischen Musikschaffens auseinandersetzt”, forderte der Kultursprecher der Grünen Wolfgang Zinggl bei der gestrigen parlamentarischen Enquete “ZukunftsMusik”.
“Das selbsternannte ,Musikland’ Österreich konzentriert sich praktisch ausschließlich auf die Förderung der Reproduktion klassischer Musik”, betonte Zinggl.
“Während den traditionelle, hochartifizielle klassische Musikbereich jährlich über 20 Millionen Euro an Bundes-Fördergeldern zugute kommen, darbt die aktuelle heimische Musikszene bei Wasser und Brot.
Es ist höchste Zeit, hier seitens des Gesetzgebers einzugreifen.” Das de facto einzige Instrument zur Förderung aktueller Musikproduktion, der Österreichische Musikfonds, bekomme vom Kulturministerium
jährlich gerade 400.000 Euro, um damit CD-Produktionen und Tourneen österreichischer Bands und MusikerInnen zu fördern. “Dass hier ein krasses Missverhältnis besteht, ist offensichtlich”, meinte Zinggl.
Der Kultursprecher kündigte daher an, dass die Grünen über den Sommer einen Gesetzesentwurf für ein umfassendes Musikförderungsgesetz formulieren werden. “Wir freuen uns auf Input und laden die VertreterInnen der Musikszene in Österreich herzlich dazu ein, gemeinsam mit uns an diesem Gesetz zu feilen und zu arbeiten”, erklärte Zinggl.
Quelle: APA-OTS; 04.06.2008
Aussender: Die Grünen
Die mica-Serie: “Parlamentarische Enquete Musik – Die Reaktionen” ist eine Artikelreihe von mica-music austria, die Reaktionen und Presseaussendungen zur Enquete “ZukunftsMusik” auf der Website präsentiert. MusikerInnen und KomponistInnen sind eingeladen ihre Positionen und Meinungen an mica-music ausrtia zu schicken. Die an uns gesendeten Texte werden im Rahmen dieser Serie veröffentlicht.
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Betreff: parlamentarische Enquete: Reaktionen
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