mica-Interview mit Pieter Gabriel

Ganz unbekannt ist der Musiker Pieter Gabriel hierzulande ja nicht mehr. Unter dem Namen “1981” machte er unter anderem mit seinen Homerecordings und seltenen Live-Auftritten (u.a. FM4 Studio 2 Session, FM4 Bühne) auf sich aufmerksam. Mit “City Of Last Things” veröffentlichte der Wiener nun sein Debüt-Album unter eigenem Namen. Der Liedermacher im Interview mit Michael Masen.

Kannst du ein wenig über dein Debüt-Album “City Of Last Things” erzählen, das gerade erschienen ist; wie lange hast du daran gearbeitet?

Die Stücke auf dem Album sind eigentlich schon ziemlich alt. Als ich im Herbst 2006 meinen Job aufgegeben habe, habe ich mal zwei Monate lang nur darüber nachgedacht, was ich denn nun machen wollte und das mit der Musik ist dann irgendwie von selbst gekommen. Anfang 2007 sind schließlich die ersten Nummern entstanden und die Stücke, die jetzt auf dem Album drauf sind, gehören zu den ersten zehn Songs, die ich überhaupt geschrieben habe. Ich wollte diese Lieder auch endlich mal auf Tonträger gebannt wissen, da,  wenn ich noch ein Jahr länger zugewartet hätte, sie wahrscheinlich schlussendlich gar nicht mehr aufgenommen worden wären. Oder sie hätten halt ganz anders geklungen, ich weiß auch nicht.

Grundsätzlich ist das aber alles auch recht schnell passiert. 2007 habe ich eben angefangen zu schreiben und dann ist auch bald FM4 auf mich aufmerksam geworden. Das war im Frühling 2008, wo ich über den Soundpark gleich direkt zu den Redaktionsempfehlungen gekommen bin und anschließend sofort eine Einladung ins Funkhaus zur Studio 2-Session bekommen habe. Zwei Monate später habe ich dann auch noch bei diesem Band-Contest mitgemacht, für den ich mich erst, auf Zureden meiner Freundin, am letztmöglichen Tag angemeldet habe. Obwohl ich mir eigentlich gedacht hatte, dass da etwas Fröhlicheres und Radiotauglicheres das Rennen machen würde, habe ich witzigerweise diesen Wettbewerb gewonnen.

Der Gewinn hat mir dann eben die Möglichkeit einer Albumaufnahme im Studio meiner Wahl eingebracht. Für mich ist hierfür eigentlich auch nur der Fuzzman, Herwig Zamernik, in Betracht gekommen, weil ich die Produktion der letzten beiden Naked Lunch-Alben einfach großartig finde. Es gibt sicher noch einige gute andere Leute hier in Österreich, aber für mich war klar, dass es der Fuzzman wird. Es hat sich dann auch ziemlich schnell ergeben, dass wir uns getroffen und darüber gequatscht haben, ob das alles machbar ist und zwei bis drei Monate später war es dann auch schon soweit. Das Album selbst haben wir innerhalb von drei Wochen im Oktober/November 2008 aufgenommen und dann ist sehr viel Zeit mit der Frage vergangen, wie ich es denn nun raus bringen soll.

Ich habe dann auch bei zwei Labels angefragt, aber schnell gemerkt, dass die sich nicht so wirklich trauen. Man hat zwar schon gewusst, dass ich auf FM4 gespielt werde, aber ich glaube, viele Labels erwarten sich von den Künstlern eine gewisse Vorarbeit. Das ist zwar einerseits normal, andererseits führt es dazu, dass sich viele Künstler selbständig machen, weil sie sich denken, “ok, ich erledige bereits so viele Aufgaben selbst, da kann ich ein Label auch noch gründen, weil auf das eine Formular kommt es jetzt auch nicht mehr an”.

So gesehen, sind mit einer Labelgründung eigentlich auch keine besonderen Kosten verbunden. Und dadurch, dass die Presskosten des Albums noch durch den Gewinn des Wettbewerbs gedeckt waren, war das optimal für mich. Ob ich mit dem jetzigen Album auch Einnahmen haben werde, die mir die Produktion des nächsten Albums ebenfalls bei einem anerkannten Produzenten ermöglichen, weiß ich noch nicht. Ich lasse jetzt einmal die erste Veröffentlichung anrollen und dann schaue ich weiter.

Wusstest du bereits als du ins Studio gegangen bist, wie die Stücke klingen und arrangiert werden sollten, oder hat sich das erst dort im Zuge der Arbeiten ergeben?

Generell habe ich alle Stücke, die auf dem Album drauf sind, schon vorher in irrsinnig akribischer, wochen- oder monatelanger Arbeit versucht, zu Hause zu arrangieren. Manche Lieder waren auch bereits ein Jahr, bevor ich ins Studio gegangen bin, fix und fertig arrangiert, teilweise wirklich nur mit einem billigen Drumcomputer, wo ich schon gewusst habe, dass anstatt diesem dann bei den Aufnahmen ein richtiges Schlagzeug her muss. Aber im Prinzip war alles schon komplett fertig arrangiert.

Natürlich ist es aber schon so, wenn man Sachen in eineinhalb Jahren daheim erarbeitet hat, diese nicht innerhalb von zwei Wochen vollständig im Studio reproduzieren kann. Insgesamt waren zwar drei Wochen für die Arbeit am Album anberaumt, aber die dritte und letzte Woche verwendest du nur noch für diverse Verbesserungen und Ausbesserungen, so i-Tüpfelchen-Arbeiten halt. Ein bis zwei Nummern weichen aus diesen Gründen stark von meinen Demoaufnahmen ab, der Rest ist dann aber eigentlich, abgesehen von der etwas mieseren Qualität der zu Hause aufgenommenen Sachen, ziemlich ident mit meinen Homerecordings.

Inwieweit macht sich der Einfluss von Fuzzman auf dem Album bemerkbar, oder beruht das, was man da hört, vollständig auf deinen Ideen?

Fuzzman ist natürlich ein erfahrener Typ, der mir schon von Beginn weg gesagt hat, dass ich bei ihm keinen Hi Fi-Sound kriegen werde. Es grammelt und kracht bei ihm überall, manches übersteuert, was auch teilweise am Album zu hören ist. Für ihn war halt wichtig, dass es eine Momentaufnahme wird und er war es auch, der gemeint hat, “ok, setz dich einfach hin und performe”. Ich wollte ja wirklich Spur für Spur machen, womit wir natürlich viel länger gebraucht hätten und wohl nur die Hälfte des Albums fertig geworden wäre. Aber er hat dann oft gemeint, dass es so wie es ist eh super klingt und so haben wir dann beispielsweise einfach den First Take für das Album verwendet.

Und klarerweise verfügt er auch über technische Kenntnisse, von denen ich nicht wirklich Ahnung habe. So Sachen im Hintergrund, etwa rückwärts abgespielte Ambientspuren, erzeugen einfach eine gewisse Atmosphäre. Mit so was habe ich mich zuvor nie wirklich beschäftigt. Es war zwar alles schon vorher von mir arrangiert, aber hinsichtlich der Schaffung einer gewissen Stimmung hat er schon wesentlich beigetragen.

Es geht ja nicht bloß um die Instrumente, sondern auch darum, wie man etwas aufnimmt. Nimmt man nur Stimme und ein Instrument gleichzeitig auf oder singt man erst ganz zum Schluss über alle Tracks drüber? Letzteres nimmt allerdings teilweise wieder viel Stimmung weg. Wenn man alles Spur für Spur einspielt, so kann es im Endeffekt schnell fad klingen.

 
Also kann man sagen, dass das Zusammentreffen eurer beider unterschiedlicher Arbeitsethiken durchaus förderlich für das Endergebnis war?

Ja, das würde ich schon so sagen, wenngleich ich generell gerne länger für die Aufnahmen Zeit gehabt hätte. Auch wenn das Album jetzt erst raus gekommen ist, so ist es für mich jetzt doch schon ein Jahr alt und bei der einen oder anderen Nummer denke ich mir, dass ich sie schon gerne anders aufgenommen hätte. Auch deshalb, weil ich heute schon wieder ganz andere Musik höre, was sich natürlich ebenfalls bei meinen eigenen Sachen bemerkbar macht. Aber das war halt aus Zeitgründen nicht möglich.

Ich selbst höre natürlich den kleinsten Verspieler oder verstimmte Instrumente, wenn ich mir das Album anhöre, aber ich glaube, damit muss man leben und dass alles so ganz perfekt klingt, war ja eh nicht das Ziel. Gerne hätte ich auch das Arrangement der Stücke in eine andere Richtung hin etwas mehr forciert, weil man ja generell sehr schnell in diese Singer/Songwriter-Schiene hinein rutscht, sobald man einen Track mit Gitarre oder Klavier macht. Aber in der kurzen Zeit war eben leider nicht mehr möglich. So gesehen, bin ich glücklich mit der Momentaufnahme und es wird ja mit Sicherheit nicht das letzte Album gewesen sein, das ich aufgenommen habe.

Gemessen an heutigen Veröffentlichungen ist die Spielzeit des Albums relativ knapp ausgefallen. War das auch bedingt durch die kurze Studiozeit oder war es von Anfang an deine Intention, den Tonträger nicht zu “überladen”.

Ursprünglich waren zehn Songs für das Album vorgesehen, ich wollte aber in jedem Fall unter der 45-Minuten-Grenze bleiben. Ich habe viele Alben zu Hause von Bands, die ich sehr mag, die aber in ihrer Gesamtheit zu lang sind. Es gibt nicht viele Leute, das gilt auch für exzessive Musikhörer, die sich CDs mit über einer Stunde Spielzeit wirklich anhören. Bei der klassischen LP war das damals zudem ja auch nicht möglich, da waren die Alben alle noch kürzer.

Durch dieses Überladen mancher CDs, so finde ich, gehen immer auch Tracks unter. Außerdem bringt es überhaupt nichts, ein Album mit 15 Nummern zu haben, von denen dann aber vier bis fünf Stücke bloße Lückenfüller sind. Beim Testhören des Albums mit zehn Liedern habe ich einfach gemerkt, dass es zu lang ist und wieder zwei Nummern runter genommen. Heraus gekommen ist jetzt ein recht melancholisches, düsteres Album, bei dem ich aber keineswegs finde, dass jeder Song gleich klingt. Ich habe mich sehr bemüht, nicht so diese Singer/Songwriter-Schiene zu bedienen, weshalb ich viele verschiedene Stile mit rauf genommen habe. Algerian Limbo beispielsweise geht mehr so in diese langsam-träge Richtung, ein wenig so wie Slint. Die höre ich ja auch sehr gerne. Oder auch das Stück “Remains”, eine orchestrale und düstere Nummer, die ganz anders ausgefallen ist, als noch die Homerecording-Version.

Die erste Nummer ist aber schon so klassischer Singer/Songwriter-Stuff, der viele Leute, die sich das Album im Weiteren vielleicht nur so nebenbei anhören, auf eine falsche Fährte führen könnte. Diejenigen, die sich die CD allerdings genauer anhören, werden rasch merken, dass da verschiedene Richtungen bzw. zumindest verschiedene Ansätze zu finden sind. Das nächste Album wird dann vielleicht überhaupt komplett trashig, komplett laut oder ich starte überhaupt ein ganz anderes Projekt, keine Ahnung.

Wenn du davon sprichst, dass sich deine Vorstellungen von manchen Songs geändert haben, beabsichtigst du dann auch, diese Stücke in einem anderen Arrangement noch mal neu aufzunehmen?

Interessant wäre es auf jeden Fall. Dadurch, dass ich aber das nächste Album komplett aus eigener Tasche werde finanzieren müssen, was ja grundsätzlich nichts Schlechtes ist, stellt sich aber die Frage, ob das Sinn machen würde. Ich habe die Stücke mit meiner Band jetzt seit Anfang März im Proberaum ziemlich demontiert und da kam natürlich die Idee auf, noch eine Bandversion aufzunehmen, aber ich glaube, das würde nicht wirklich etwas bringen.

Ich möchte jetzt lieber einmal meine restlichen Stücke verwerten und mich auch dazu zwingen, neue Songs zu schreiben. Den kreativen Prozess kann man zwar nicht erzwingen, aber ich habe schon gemerkt, dass ich mich zu viel mit der ganzen Labelgeschichte beschäftigt habe, wo ich eigentlich nie hin wollte. Ich wollte das von Anfang an mehr auf der künstlerischen Basis belassen, aber nun hat es sich eben anders ergeben. Aber ich habe schon gemerkt, dass ich jetzt wieder etwas tun muss, weil ich auch nächstes Jahr, sofern es sich ausgeht, wieder ein Album veröffentlichen möchte.

 
Der kreative Prozess sieht bei dir also so aus, dass du dich wirklich konzentriert hinsetzen und an dem Stück arbeiten musst?

Es ist vielmehr ein Herumprobieren. Ich verstehe Leute nie, die sagen, “der Song schwebt in der Atmosphäre herum und ich bin nur das Ventil”. So etwas kann ich mir nicht vorstellen. Es ist ein irrsinnig langer Prozess und oftmals ist es so, dass der Song erst durch das Arrangement wächst und dadurch lebt. Solche Lieder habe ich zuhauf. Wirklich wichtig ist es aber, dass ich alleine bin, ich kann in Gesellschaft nicht kreativ sein. Ich brauche meine Ruhe und muss mich da wirklich hinsetzen und herum probieren. Ich könnte nie ins Studio gehen mit einer Idee, einem Lied, das ich nur auf der Akustikgitarre geschrieben und den Text dazu gemacht habe, das ich erst dort beginne, zu arrangieren. Einfach, weil ich auch aus den Arrangements das Bestmögliche heraus holen will. Bei mir ist das also immer ein langwieriger Prozess. Es gibt Stücke, für deren Arrangement habe ich teilweise zwei Jahre benötigt.

Werden da auch viele Ideen wieder verworfen, oder ist es so, dass, wenn du mal eine Grundidee hast, diese immer beendet wird?

Ich glaube, ich habe mehr Songentwürfe als fertige Songs. Das ist aber generell so beim Schaffensprozess. Ich sehe mich auch nicht wirklich als Künstler und möchte mich auch nicht so titulieren. Im Endeffekt ist es nur Musik und es geht um meine Liebhaberei zu dieser und wie ich damit umgehe. Ich kann auch diese Hochgaukelei nie verstehen, wenn da jemand so Geschichten erfindet, wie die Songs entstehen. Da sprechen dann Musiker vom Heiligen Geist oder was weiß ich noch allem. Im Prinzip ist es aber immer nur Musik und die unfertigen Sachen lasten halt schwer auf einem, weil man sich denkt, dass man zu wenig fertig bekommen hat.

Jedenfalls habe ich gemerkt, dass man sich wirklich damit beschäftigen muss. Es passiert nicht einfach so. Zumindest ist es bei mir so, dass ich mich wirklich hinsetzen und daran arbeiten muss. Das ist wahrscheinlich dasselbe, wie einen Artikel zu schreiben, wo man ja auch mehrmals drüber gehen muss, Sachen raus nimmt oder umformuliert, usw.

Komplett vom Musikmachen zu leben, wo du dann wirklich nur noch daran arbeitest – gefällt dir dieser Gedanke oder schreckt das eher ab?

Beides gleichzeitig. Durch die Albumveröffentlichung sind jetzt halt auch viele Sachen auf mich zugekommen, mit denen ich mich nicht auseinander zu setzen weiß, wie etwa Selbstvermarktung, Presse und Reviews. Ich bin ja selbst jemand, der gerne Reviews liest, aber wenn man das dann zur eigenen Platte macht, ist es schon wieder eine ganz andere Welt. Und ich bin drauf gekommen, dass ich zur Selbstvermarktung gänzlich untauglich bin, weshalb ich das auch ausgelagert habe. Ich kann das einfach nicht machen. Z.B. auf Myspace tausende Leute einladen, “kommt zu meinen Konzerten, kauft meine Platte, die ist super toll, usw.”. Da bin ich sehr froh, dass ich das abgeben konnte.

Wenn es dabei bleibt, werde ich wahrscheinlich weiterhin meine Sachen auf meinem Label raus bringen, es sei denn, irgendjemand im Ausland interessiert sich dafür. Aber zum Geld verdienen werde ich wohl noch längere Zeit halbtags beschäftigt sein.

Ich glaube einfach, dass Musikmachen eine Geduldsfrage ist, nicht nur hier, sondern überall anders auch. Es geht einfach darum, immer dran zu bleiben und irgendwann merken sich die Leute vielleicht, wer du bist und in weiterer Folge ergibt sich alles. Aber erwarten kann ich mir so was nicht.

Wie war bisher generell die Resonanz zur Platte?

Viele Reviews hat es noch nicht wirklich gegeben, aber ich glaube, dass jetzt im November dann noch in dem einen oder anderen Magazin was kommen wird. Bisher wurde mein Album jetzt erst im Kurier, im Augustin und im Falter besprochen. Die einen halten es für eine reine Singer / Songwriter-Geschichte, während die anderen gar nicht wirklich auf das Album eingegangen sind. Der Schlüsselsatz im Augustin war in etwa, “.im Studio ist ihm dann wirklich sehr Beachtliches gelungen, alles sehr düster, wie auch die Aussichten, damit ein Leiberl zu reißen”. Der Rezensent wollte damit vermutlich vermitteln, dass meine Sachen nicht auf Ö3 laufen werden.
 
Ab dem wievielten Review nervt die Phrase, “der heißt wirklich so”?

Bisher hat tatsächlich jedes Review in etwa so begonnen, aber das stört mich nicht. Wenn man das seit der Volksschule kennt, ist das irgendwie normal.

Kommen wir noch mal zurück zum Label. Gegründet hast du es ja, um deine CD  raus zu bringen. Sind später auch mal andere Veröffentlichungen darauf geplant oder soll sich das auf deine Person beschränken?

Sofern ich mir das irgendwie leisten könnte, würde ich schon auch andere Sachen veröffentlichen. Ich habe das Label zwar ganz eigennützig gegründet, bin dann aber drauf gekommen, dass es schon einige Bands gibt, die ich gerne releasen würde. Im Kopf habe ich gerade beispielsweise einen Sampler, nur ist noch die Frage, wie man das am besten aufziehen kann. Ich kenne da zwei Bands aus Innsbruck und eine handvoll Bands und Musiker aus Wien, die ansonsten unbekannt sind, aber das ist für einen Sampler noch zu wenig. Sobald sich die Sache mit meinem Album später dann mal etwas gelegt hat, werde ich aber sicher diese Idee weiter verfolgen.

Wie sieht es bei dir in nächster Zeit bezüglich Tourpläne aus? Sind auch Konzerte im Ausland geplant?

Viel Konkretes gibt es derzeit nicht. Es rollt alles ganz langsam an. Das Booking für mich macht jetzt Easy Listening, wo eh auch einige namhafte Bands mit dabei sind, aber natürlich geht das am Anfang nicht so schnell. Es ist nicht so, dass das Album erscheint und alle sofort anrufen, weil sie mich buchen wollen. Allerdings gibt es schon so kleine Connections, über die sich immer wieder Sachen ergeben. Ich bin mit einem Stück von mir jetzt beispielsweise auf einem Sampler der Vienna Songwriting Association vertreten, zu dessen Release-Party ich auch live auftreten werde. Und dann hat es sich noch ergeben, dass ich für The Soundtrack Of Our Lives, zwei Support-Shows spielen kann. Irgendetwas geht also eh immer.

Es muss aber auch nicht sein, überall und alles für 50 Euro zu spielen. So etwas möchte ich eigentlich nicht machen. Man schaut halt immer, wo Platz für einen ist, aber so eine richtige Tour wird es zu diesem Album nicht geben. Dafür ist einfach noch zu wenig Publikum da und auch das Verlangen nach meiner Person und meiner Band seitens der Konzertveranstalter noch zu gering.

Vielen Dank fürs Interview. 

https://www.musicaustria.at/musicaustria/liste-aller-bei-mica-erschienenen-interviews