Der Multinstrumentalist LUCID MOOD hat mit „MINDCUFFS“ sein Debütalbum veröffentlicht. Mit viel Gespür für Komposition und Effekte hat er ein gitarrenlastiges Album mit rockigen Balladen und sphärischen Ohrwürmern erschaffen.
Hinter Lucid Mood steckt Lukas Marti, Schlagzeuger der Band Atom Womb. Er hat zwei Jahre lang in seinen eigenen vier Wänden an seinem Soloalbum gearbeitet, bis er bereit war, es an die Öffentlichkeit zu tragen – und das Ergebnis kann sich hören lassen. „Mindcuffs“ erinnert stilistisch an The Brian Jonestown Massacre, Radiohead oder Pink Floyd. Die erste Nummer „Old Skin, New Skin“ beginnt ruhig und harmonisch und bricht ab dem zweiten Drittel aus seinem sanften Klanggewand aus. Melodisch und folkig ist „Paralysed“, mit verzerrten Gitarrenwänden und sphärischem Klanggipfel. „If only I would realize the danger is all in my mind”, singt Lucid Mood energiegeladen und ungetrübt. “The Veil” ist eine unbeschwerte Psychedelic-Rock-Nummer. Entspannt und tranceartig ist „If Only“, mit funkelnden Gitarrenstrumming, dezentem Trommelspiel und träumerischen Gesangsflächen. „Outer Space“ klingt, als hätte Lucid Mood die 70er höchstpersönlich selbst miterlebt und obwohl eine Sitar gut dazugepasst hätte, vermisst man sie nicht. Eingängig und introvertiert ist die Nummer „Silver Sun“ in der die Vocals von der Gitarre wie eine zufrieden schnurrende Katze begleitet werden. „I wish to know how to heal myself” singt Lucid Mood in “On Roman Hill”. Es ist eine Ballade mit einträchtigen Gitarrenzupfen und Synthie-Sounds die wie Sonnenstrahlen die Stimmung heben, während in der Ferne Vogelgezwitscher zu hören ist. Darauf folgt als Grande finale ein euphorischer Klanggipfel, als großartiger Abschluss der 28 Minuten Hörgenuss.
SOUNDTRACK ZUM STERNESCHAUEN
„Mindcuffs“ ist ein kurzweiliges und intensives Hörerlebnis mit acht Songs, von denen einer besser ist als der andere. Auf dem stilsicheren Alternative-Album gibt es viel Gitarre zu hören, vereinzelt Piano- und Synthieklänge sowie Bass und treibendes Schlagzeug. Kraftvolle Soundgipfel und losgelöste Instrumentalparts wechseln sich mit zurückhaltendem Gesang und melodischen Elementen ab. Lucid Mood hat mit seinem Debütalbum den perfekten Soundtrack zum Sterneschauen oder einfach nur zum Abschalten geschaffen.
Sophia Olesko
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