Kofomi #11 ist in Gang gekommen

Éin kurzer Zwischenbericht zum Komponistenforum Mittersill Seit Donnerstag, den 07. September läuft das Komponistenforum Mittersill, bei dem nicht nur Konzerte aufgeführt werden, sondern auch Workshops veranstaltet und Symposien abgehalten werden. Einen kurzen Zwischenbericht gibt es auf der nächsten Seite zu lesen.

Nach einer Phase des Kennenlernens herrscht unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 11. Komponistenforum Mittersill kreativer Hochbetrieb. Die beginnende Probenarbeit ist getragen von der Neugierde an der jeweilig anderen Position und vom Experimentieren mit klanglichen wie gedanklichen Konzepten.In den beiden Berührungsräumen am Montag und Dienstag (11. und 12. 9.) stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Arbeit und Gedankenwelt in der sehr intimen Atmosphäre der Stube des Gasthofes Oberbräu vor und zur Diskussion. Spätestens hier wurde klar, wie unterschiedlich die Positionen heutiger Musikschaffender sein können. Unter anderem wurde intensiv über neue Formen des Komponierens und Musizierens gesprochen.

Am Mittwoch (13. 9.) standen zunächst Filme über das Schaffen Otto M. Zykans (Polemische Arie, Durchlaucht aus dem “Schönberg-Brief”, Nein aus “Auszählreim” etc.) auf dem Programm. Der im Juni dieses Jahres verstorbene österreichische Komponist hätte am Symposium Mozarts Knie (15. und 16. 9.) im Rahmen des 11. Komponistenforums Mittersill teilnehmen sollen. Anschließend zeigte der junge slowenische Komponist Miha Ciglar seine beeindruckende Arbeit Tastes Like für Computer, Monitor, Mischpult und menschlichen Körper.

Der Donnerstag-Vormittag (14. 9.) gehörte den beiden 8. Klassen des BORG-Mittersill. 35 Schülerinnen und Schüler kamen auf den Schachernhof, wo Christoph Cech und Markus Wintersberger Workshops leiteten, und anschließend ins Musikum Mittersill, wo Miha Ciglar gemeinsam mit Barbara Lüneburg und Burkhard Friedrich (ensembles Intégrales) Einblick in die Probenarbeit gaben. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler aktiv das von Miha Ciglar entwickelte elektronische Instrument, das räumliche Bewegung und Interaktion zweier Personen voraussetzt, ausprobieren.

Am Abend stellte sich das Violarium-Trio aus Krakau in der St. Anna Kirche dem Forumspublikum vor. Das junge Ensemble spielte neben Werken der polnischen Komponisten Krzystof Penderecki und Henryk Mikolaj Gorecki die Uraufführung eines Werkes des Tirolers Paul Engel sowie Anton Weberns op. 20. Es begeisterte vor allem durch Musikalität, Temperament und sinnliche Klanglichkeit. Als Zugabe spielte es ein in seiner Einfachheit bestechendes Trio des Polen Marek Stachowski.

Am Freitag (15. 9.) startet das Symposium “Mozarts Knie” im Rathaus mit Eberhard Kloke und Markus Wintersberger, Wolfgang Hattinger, Tina Smrekar, Irene Suchy, Peter Maria Krakauer, Wolfgang Schlögl und Thomas Mießgang,- weitere verbleibende Programmpunkte sind: Karlheinz Essls WebernUhrWerk am Marktplatz, die Workshoppräsentation der Hauptschule Uttendorf im Panoramasaal der Caritas mit Arnold Haberl und Wolfgang Fuchs, “Don Giovanni/Introduzione” in einer Textneufassung durch Ferdinand Schmatz und “The Mozart Minute” (Filme) im Sparkassenkeller im Wallmannhaus (Zeller Straße 14). Am Samstag (16. 9.) der zweite Teil des Symposiums im Rathaus und das Schlusskonzert mit den Ergebnissen des 11. Komponistenforums Mittersill im Musikum. (Presseaussendung Kofomi)

Fotos: Kofomi

 

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