Killed by 9 Volt Batteries unterwegs

Von heimischen Konzertbühnen ist dieses Rocktrio mittlerweile überhaupt nicht mehr wegzudenken und auch im neuen Jahr haben Killed by 9 Volt Batteries scheinbar alles andere im Sinn, als auch nur irgendwie leiser zu treten. Gleich an drei Tagen in Folge lässt es die Band in Innsbruck (15.1., Weekender), Salzburg (16.1., Rockhouse) und Graz (17.1., NonstopKino) gewaltig krachen.

 
Mit ihrer Musik lassen sich Killed By 9V Batteries nach wie vor nicht in irgendeine Genre-Schublade stecken. Zu hart für die Indie-Fraktion, zu eingängige Melodien für Noiserock-Puristen und auch LoFi-Dogmatiker wenden sich angewidert ab.Die Tatsache, weit abseits jeglicher Szene-Polizei im steirischen Weiz musikalisch sozialisiert worden zu sein, kann wohl als Grundlage dazu gesehen werden, was schließlich den Weg auf ihr selbstbetiteltes Debut-Album gefunden hat, nämlich mitreißende, eigenständige Rockmusik, ohne Wenn und Aber. Die Stimme des Sängers, Wolfgang Möstl, erinnert dabei entfernt an Herrn Conor Oberst, während der Band-Sound Reminiszenzen an die Sonic Youth der späten Achtziger, Obersts Desaparecidos und Unwound wachzurufen weiß.

Und dass diese Musik nicht bloß im Proberaum oder im Studio funktioniert, haben Killed By 9V Batteries ja mittlerweile auch schon bei unzähligen Konzerten unter Beweis gestellt. Wer sich davon noch immer nicht überzeugen konnte, hat jetzt dreimalig erneut die Möglichkeit, dieses Versäumnis nachzuholen. (mm)