
Es gibt Musik, die einfach nur so zu fließen scheint, die den Raum mit einem so wohlig warmen Sound ausfüllt, dass man als HörerIn meist nicht anders kann, als sich den Klängen vollends hinzugeben. Die italienisch-deutsch-schweizerisch-kroatisch-österreichische Sängerin legt mit ihrem Debütalbum mehr als nur eine eindrucksvolle Talentprobe vor. Schon nach den ersten Tönen wird klar, dass hier eine Künstlerin am Werken ist, die ganz genau weiß, in welche Richtung sie gehen will, die ohne Schwierigkeiten zwischen den unterschiedlichen musikalischen Welten wandelt und dabei ihr ganz eigenes, erfreulich unaufgeregtes, sanftes und doch sehr vielschichtiges Klanguniversum erschafft. Eines das stilistische Grenzen nicht kennt. So vereinigen sich in den insgesamt acht, von Katikas zart-leidenschaftlichem Gesang getragenen Stücken auf ganz wunderbare Weise anspruchsvolle Pop- und Folkmusik mit Elementen des Jazz und des Bossa Nova zu einem homogenen Ganzen.
Katika – Guardati Intorno by mica

Musikalische Unterstützung erhielt Katika von Wolfgang Frisch (Sofa Surfers), der den Songs den passenden Sound und die Form verpasst hat und der Künstlerin auch als Co-Autor zu Seite gestanden ist. Eine Zusammenarbeit, die sich bei diesem Ergebnis als eine wunderbare Konstellation offenbart.
Man kann durchaus sagen, dass Katika mit „Ricaricare“ ein wirklich starkes Debütalbum gelungen ist. Eines, das einfach die Seele baumeln lässt. Wer sich also für anspruchsvolle und tiefsinnige Popmusik begeistern kann, sollte das gute Stück auf jeden Fall einer intensiven Hörprobe unterziehen. (mt)
Foto: Timo Novotny