„Don´t let us be missunderstood“, das brandneue, mittlerweile schon fünfte Album von Jellybeat ist gerade erst bei Pate Records erschienen. Das erste musikalische Lebenszeichen seit längerer Zeit feiert das Trio am 11. Mai in den Gürtelbögen des Wiener Chelsea: Mit im Gepäck haben sie dabei die neue Sängerin Katrin Navessi. Laut eigenen Angaben steht die Band für einen explosiven Mix aus elektronischer Dance- und Dj-Culture sowie Popmusik in all ihren Facetten.
Jellybeat begann 1999 als kleines Projekt. Heute sind von der Originalbesetzung nur mehr zwei Musiker dabei: Der Gitarrist Gottfried Schinagl, der auch schon bei den „Lieblingen der Nation“ oder bei „Data Hero“ die Saiten eine Klampfe zupfte, und DJ Y. machen mit Jellybeat eine Art Elektropop, mit dem Focus auf Pop: Hier wechseln Gitarrenriffs auf Breakbeats. Die popige Stimme der neuen Sängerin Katrin Navessi erinnert an die englische Pop-Punk-Göre Wendy James von Transvision Vamp.
Das letzte Album „From the Get Go“ liegt bereits vier Jahre zurück und wurde 2004 ebenfalls bei Mario Rossoris Pate-Records aufgenommen. Damals stand noch Anna Jung als Sängerin vor dem Mikro. Sie ist heute immer noch freundschaftlich mit der Band verbunden, hat aber das Mikro gegen ihre Mutterrolle in Deutschland getauscht.
Das Video zur neuen Single Echo, wurde in der Wiener Pratersauna aufgenommen und könnte auch aus dem Soundtrack von Austin Power´s stammen. 60.ger Jahre Beatsound, kitschige alte Tapeten gemischt mit ein paar DJ Samples. Die Band hüpft gekonnt in Pose geworfen vor dem Pool auf und ab, und Sängerin Katrin köpfelt gegen Ende des Videos gekonnt ins Wasser um sich vom Dreh abzukühlen.
Auch die Wiener Starpilots präsentieren am 11. Mai neben Jellybeat ihr neues Album im Chelsea. Nachdem sie ausgiebig fremde Kontinente bereist haben, präsentieren sie ihren neuen Streich „Population“, auf den das Wiener Publikum möglicherweise auch fliegen könnte. Jellybeat sind live auf alle Fälle sehr zu empfehlen, da sie auf der Bühne facettenreich alle musikalischen Register ziehen werden. (me)
Fotokredit: Band Manfred Weis, Cover: Pate Records
Chelsea