JAHSON THE SCIENTIST – „INNER HEIGHTS“

Mit seinem Debüt-Album „Inner Heights“ (VÖ: 25.04.‘25) richtet JAHSON THE SCIENTIST, wie der Titel bereits verrät, den Blick nach Innen. Es ist ein Aufforderung, wieder mehr auf das eigene Gefühl zu vertrauen. Musikalisch verankert im Hip-Hop lädt Jahson The Scientist ein, ihn auf eine Reise zwischen der Mikro- und Makro-Ebene des Lebens zu begleiten.

Jahson The Scientist ist nicht nur Lyricist und Musiker, sondern – wie sein Name andeutet – auch Wissenschaftler und Pädagoge. Musikalisch war er bereits als Frontmann von Scattah Brain und Sketches on Duality aktiv. In seinem Studium setzte er sich unter anderem mit Quantenchemie auseinander. Doch auch Spiritualität spielt für ihn eine wichtige Rolle. Er hat erkannt, dass zwischen Quantenwissenschaft und Spiritualität große Überschneidungen bestehen. Diese Perspektive durchzieht auch sein aktuelles Album. Es ist inspiriert von der Quantenwelt, der „impliziten Ordnung“ nach David Bohm und dem Verständnis, dass immaterielle Phänomene die physische Realität beeinflussen können. Der Musiker thematisiert auf dem Album zudem, dass wir dank der Entwicklungen in Wissenschaft und Technik heute auf mehr Wissen zugreifen können, als je zuvor – mehr, als eine ganze Bibliothek fassen könnte. Informationen sind so zugänglich wie noch nie. Doch diese Informationsflut bringt sowohl positive als auch negative Folgen mit sich.

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The Scientist merkt an, dass wir dadurch so sehr auf unsere äußere Umwelt fokussiert sind, dass wir den Blick nach Innen verlieren. KI-generierte Freundschaften ersetzen echte, soziale Kontakte und Beziehungen. Der Künstler spricht sich mit dem Album klar gegen diese Entwicklung aus und ruft dazu auf, sich auf das Chaos, dass das Leben ist, einzulassen. Anstatt uns Menschen alle als homogene Masse darzustellen, fordert er dazu auf, uns als Individuen wahrzunehmen. Unterschiede sollen angenommen und gefeiert werden, wenn wir miteinander interagieren, denn nur so können sich echte Gemeinschaften bilden. Es ist auch eine Aufforderung, wieder mehr auf unsere Gefühle und Intuition zu vertrauen.

Das Albumcover "Inner Heights" von Jahson The Scientist mit einem Bild vom Künstler vor einer fiktiven Planetenwelt
Albumcover “Inner Heights”

Textlich bringt der Künstler seine Sichtweise gekonnt durch Wortspiele und raffinierte Formulierungen zum Ausdruck. Geprägt ist das Album auch von seinen Wurzeln: Der afro-karibische Londoner lebt seit mehreren Jahren in Österreich – diese kulturellen Einflüsse fließen ebenso in seine Arbeit ein wie sein wissenschaftliches und spirituelles Interesse. Die Songs thematisieren unter anderem das Setzen persönlicher Grenzen und den Mut, sich klar zu äußern, wenn diese überschritten werden. Sie handeln von Vergebung und davon, den eigenen Selbstwert realistisch und achtsam einzuschätzen.

Musikalisch ist das Album im Hip-Hop verankert, zugleich aber stark von britischen Einflüssen sowie Afro- und Soul-Rhythmen geprägt. Es besticht durch eingängige Basslines und groovige Beats. Immer wieder kommen auch besondere Klangelemente zum Einsatz – etwa Schellen, Glockenspiele, Kirchenglocken oder ein Feueralarm – ohne dabei die klassischen Musikelemente zu überlagern. So entsteht ein vielschichtiges Klangbild, das bei jedem erneuten Hören neue Facetten offenbart. Besonders markant ist auch die Stimme von Jahson The Scientist: Mit seinem Flow verleiht er den Songs eine zusätzliche musikalische Ebene und Dynamik.

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Das Album „Inner Heights“ bietet verschiedene Hörerfahrungen. Zum einen lädt es dazu ein, sich mit dem eigenen Selbstverständnis und der eigenen Rolle in der derzeitigen Welt als Individuum und in der Gesellschaft zu beschäftigen. Gleichzeitig erlaubt es die Musik, sich einfach auf sie einzulassen. Schlussendlich kommt aber immer der Punkt, an dem klar wird, dass es unmöglich ist, nicht doch in einer gewissen Art und Weise über das Album und seinen Inhalt zu reflektieren. Wer zu diesem Schluss gerne gemeinsam mit Jahson The Scientist kommen möchte, hat die Chance dazu bei der Albumreleaseshow am 24. April 2025 im Porgy & Bess.

Ylva Hintersteiner

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Links
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