fii begeistert mit großartiger Mundakrobatik

Dass man Musik stets mit Instrumenten gleichsetzt, bildet in der Regel eine Selbstverständlichkeit. Das man jedoch akustische Höchstleistungen auch ohne Schlagzeug, Bass und Gitarre bewerkstelligen kann, beweist uns nun Michael Krappel. Mit Zauberei hat das Ganze nichts zu tun, wohl aber mit dem Phänomen „Beatboxing“. Unter dem Künstlernamen fii bietet Krappel Stimmbandakrobatik vom Allerfeinsten. Zu hören ist das Ganze auf dem nun erschienenen Debütalbum „VoxBox“.

Österreich muss sich hinter der internationalen Beatbox-Szene ganz und gar nicht nicht verstecken, das weiß man spätestens seit den niederösterreichischen  Acapella-Pionieren Bauchklang. fii steht diesen um nichts nach, hat es in den Jahren 2007 bis 2009 mit Beatbox-Weltrekorden sogar ins legendäre Guinness Buch der Rekorde geschafft und hat auch sonst so einige Preise eingeheimst. Zeit also, dass endlich mal eine Platte des österreichischen Vokalwunders auf den Markt kommt. „VoxBox“ führt uns in eine musikalische Wunderwelt, wo kein Genre zu kurz kommt. Ob World Music, Reggae, Metal, Drum’n’ Bass, Folk oder Jazz-dies alles findet sich in 18 Tracks auf der Platte wieder. Der klangliche Variantenreichtum lässt den Hörer immer wieder aufs Neue fasziniert aufhorchen. Das eine Stimme nach einem mehrköpfigen Ensemble klingen kann, erklärt sich ganz einfach. Über eine Loop-Station werden die einzelne Klänge aufgenommen und schließlich zu einer   tanzbaren Akustikwolke miteinander kombiniert.

fii – Power to the people by mica

Was schon auf CD im wahrsten Sinne des Wortes „atemberaubend“ klingt, sollte man sich Live schon gar nicht entgehen lassen. fii weiß sein Publikum bestens zu unterhalten. Seine „Live Looping Beatbox Show“ enthält neben irren Kehlkopf-Kreationen und Stimmband-Saltos auch komödiantische Elemente. Sein Können hat Krappel schon mehrfach unter Beweis gestellt uns seine spektakulären Auftritte sorgten schon weit über die österreichischen Grenzen hinaus für Begeisterung. Kommendes Jahr führt ihn seine Tour von Südamerika, in die USA bis nach Asien. Bevor es jedoch so weit ist, hat man  noch bis Februar die Chance „Human Beatbox at its best“ auf den heimischen Bühnen zu bewundern. Unter anderem am 5.12. im Wiener Ost Klub. (bw)

Photo: Stefan Pflanzl

Link:
Fii