Was als wilde Idee und mit Straßenmusik am Wiener Kutschkermarkt begann, endete nach schicksalhaften Straßenbahn-Pannen und unzähligen kleinen Gigs in einer restlos ausverkauften Arena Wien. Das ist die Geschichte von THE BELGIAN BLUE, die ursprünglich aus Irland, Österreich und den USA stammen. Die fünfköpfige Band verbindet Folk-Tradition mit experimentelleren, zeitgenössischen Einflüssen und steht für Musik, die bewusst unperfekt sein will. Wie gut das funktioniert, zeigt sich demnächst auf dem Release ihrer zweiten EP. Katharina Reiffenstuhl hat sich mit drei von fünf Bandmitgliedern über Fake-Gigs, Wahlfamilien fernab der Heimat und den Mut zur Verwundbarkeit unterhalten.
Ihr seid alle aus verschiedenen Ländern. Wie ist diese Band zustande gekommen?
Pádraig MacMahon: Ich bin in dieselbe Wohnung gezogen wie Ians Partnerin. Er kam dann immer vorbei, um bei ihr zu sein. Und eines Tages, glaube ich, hat einer von uns einfach die Gitarre herausgeholt und dann haben wir gemerkt, dass wir dieselbe Musik mögen.
Ian Strahn: Es waren COVID-Zeiten und Pádraig war nach Wien gekommen, weil in Irland alle Bars geschlossen waren. Er hatte schon viel Erfahrung mit Straßenmusik, also haben wir beschlossen, einfach gemeinsam am Kutschkermarkt im 18. Bezirk zu spielen. Dort gab es eine wirklich süße Gemeinschaft von Bäuer:innen und Marktverkäufer:innen, durch die wir viele unserer heutigen Freunde kennengelernt haben. Pádraig war tatsächlich die allererste Person, die ich getroffen habe, als ich in Wien ankam. Es war eine Art schicksalhafte Begegnung.
Okay, fangen wir noch früher an: Was hat euch dazu gebracht, nach Wien zu gehen?
Pádraig MacMahon: Ich weiß nicht warum, es zog mich einfach nach Wien, ideologisch und irgendwie als eine Art unbeschriebenes Blatt. Es war eine Idee, von der ich eigentlich keine Ahnung hatte. Ich dachte, die Leute in Wien sprechen Französisch. Ich hätte dir vermutlich auch nicht sagen können, wo das auf der Landkarte liegt. Aber ich habe einige Österreicher in Dublin kennengelernt und am Ende war ich ein- oder zweimal zu Besuch. Ich habe zu dem Zeitpunkt nichts gemacht in Irland und mich ein bisschen gelangweilt. Vielleicht habe ich auch nach einem Ausweg aus meinem dortigen Lebensstil gesucht, weil ich all diese Pub-Gigs hatte, wo man einfach nur Coversongs spielt. Da wurde ich irgendwie hineingesogen, man verdient gutes Geld, man bekommt Freigetränke. COVID war wie ein Geschenk des Himmels, weil es eine Möglichkeit für mich war, wegzukommen von diesen Gigs, die ich nicht ewig machen wollte. Aber ich hatte nicht die Entschlossenheit oder die persönliche Überzeugung, einfach aufzuhören.

Eines Abends habe ich Guinness in einem Irish Pub in Linz getrunken und dort dann ein Mädchen getroffen, das mir die Website WG-Gesucht gezeigt hat. Dort habe ich dann ein nettes kleines Zimmer für ungefähr 300 Euro gesehen, was in Dublin nahezu unmöglich ist. Und ich dachte mir, ich sollte einfach versuchen, alleine um die Erfahrung zu machen, irgendwo zu leben ohne große finanzielle Verantwortung. Dann habe ich das Zimmer bekommen und bin nach einem Gig in Irland direkt nach Wien gefahren. Im Grunde bin ich nur mit einem Rucksack und meiner Gitarre in dieses Zimmer gezogen.
Ian Strahn: Ich war mit 16 bei einem Schüleraustausch hier und bin für ein paar Monate auf die Highschool in Klosterneuburg gegangen. Da habe ich ein bisschen Deutsch gelernt und es hat mir gefallen, und dann habe ich Wege gefunden, irgendwie zurückzukommen. Ich bin an einem sehr ländlichen Ort in Montana, im Nordwesten der USA, aufgewachsen. Es ist ein wunderschöner Ort und es gibt dort viele Menschen, die ich wirklich liebe, aber es ist auch ein sehr konservativer Ort. Ich glaube, ich hatte immer diesen Traum, woanders hinzugehen, und so bin ich in Österreich gelandet. Im Grunde bin ich hierhergezogen, als ich 19 war, aber ich habe auch lange in Deutschland gelebt und bin dann zurück nach Wien gezogen. Jetzt bin ich seit etwa 12 Jahren hier.
Moritz Kolmbauer: Also ich komme aus Oberösterreich, aus Wels. Nicht so weit, ist nicht so eine verrückte Geschichte. (lacht)
„WIR HÄTTEN NIE GEDACHT, DASS DAS EINE ERNSTHAFTE SACHE WERDEN WÜRDE“
Trotzdem habt ihr in Wien zusammengefunden und beschlossen, eine Band zu gründen.
Ian Strahn: Ja, Pádraig und ich haben eben angefangen, zusammen auf der Straße zu spielen, einfach, weil wir dieselbe Musik lieben. Irgendwann haben wir eigene Songs geschrieben. Es begann als Duo, weil wir diese Band THE WAR ON DRUGS liebten und zu der Zeit beide wirklich große Fans des Albums waren. Und sie spielten in Berlin. Aber wir waren beide wirklich arm und konnten uns das Flixbus-Ticket nach Berlin nicht leisten. So kamen wir mitten in der Nacht auf diese verrückte Idee, dass wir quasi eine Fake-Band gründen und eine Tour nach Berlin in so kleinen Cafés und Bars buchen und uns den Weg nach oben finanzieren würden, um dieses Konzert zu sehen.
Wir hätten nie gedacht, dass das eine ernsthafte Sache werden würde, aber eines Abends rief ich Pádraig an und meinte „Hey, ich habe ein paar Ideen für Orte, an denen wir spielen könnten“. Pádraig war zu der Zeit Skifahren mit ein paar Freunden aus Irland. Die waren Bauern und unterhielten sich über ihre Kühe. Und ich meinte, wir brauchen einen Namen für die Band, und Pádraig meinte: „Ah, denk dir einfach irgendwas aus“. Und in dem Moment sagte sein Freund: „Meine Familie hat eine Belgian Blue-Kuh.” Und dann meinte er: „Was ist mit The Belgian Blue?” Und ich meinte: „Okay.“ Irgendwann dachten wir, es wäre toll, wenn wir die Band erweitern und noch ein paar Leute finden könnten. Da kommt Mo ins Spiel.
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Moritz Kolmbauer: Wir haben uns über eine gemeinsame Freundin kennengelernt.
Pádraig MacMahon: Ja, wir haben uns – das lässt uns jetzt viel cooler klingen, als wir sind – beim Parallel Vienna kennengelernt.
Moritz Kolmbauer: Ja, durch dieses Kunstfestival auf dem Otto-Wagner-Areal. Und dann mussten wir denselben Weg mit der Straßenbahn zurückfahren.
Pádraig MacMahon: Als wir beide aussteigen wollten, hatte die Straßenbahn technische Probleme. Sie steckte für eine halbe Stunde fest und so steckten wir zusammen fest. Also fingen wir an, über Musik zu reden und haben dann beschlossen, dass wir uns vielleicht treffen und Musik machen sollten. Lange Zeit haben wir nichts unternommen, aber als Ian und ich beschlossen haben, dass wir die Band vielleicht erweitern wollen, habe ich an Mo gedacht und er kam zu einer Probe. Die anderen beiden Mitglieder, Jani und Ferdi, die Bass beziehungsweise Keyboard spielen, kamen auch dazu. Ferdi habe ich tatsächlich schon ganz am Anfang über eine Facebook-Gruppe für Musiker kennengelernt. Wir haben uns damals getroffen und ein paar Demos aufgenommen, wussten aber nicht recht, was wir als Duo aus Gitarre und Keyboard anfangen sollten. Also haben wir uns ein, zwei Jahre aus den Augen verloren. Als Mo, Ian und ich dann die Band erweitern wollten, habe ich ihn noch einmal gefragt. Er brachte seinen Freund Jani mit, der Bass spielt. Sie kamen zu einem unserer kleinen Café-Gigs, haben spontan mitgespielt und kurz darauf hatten wir unsere erste Probe mit der kompletten Band.
Wie war das – das erste Mal, als ihr alle zusammen Musik gemacht habt?
Pádraig MacMahon: Schlecht, glaube ich. (lacht)
Warum?
Pádraig MacMahon: Ich glaube, wir wussten nicht wirklich, wie wir das alles zusammen zum Laufen bringen, weil ich lange Zeit nur als Solomusiker und dann mit Ian als Duo gespielt habe. Ich musste lernen, ein bisschen dynamischer und leiser zu spielen und mehr Raum für andere zuzulassen. Es hat ein bisschen gedauert, bis das gepasst hat, aber wir haben einfach immer weitergemacht. Wir haben einfach gerne zusammen abgehangen und mochten die Freundschaft. Das hat uns irgendwie durch diese Zeit gebracht. Wir haben nie so wirklich ernsthaft an diese Band geglaubt, bis zu unserem ersten gemeinsamen Konzert im Kramladen in 2023. Wir waren sehr überrascht, weil etwa das Doppelte der Kapazität vom Kramladen aufgetaucht ist, um sich den Gig anzusehen. Also ungefähr hundert Leute mussten weggeschickt werden. Ich kann mich nicht erinnern, ob wir gut gespielt haben oder nicht, aber das war eigentlich auch egal. Da war einfach so ein starkes Gefühl von Momentum. So haben wir uns danach im Proberaum zusammengesetzt, am Yppenplatz. Und ich erinnere mich, dass wir gesagt haben, wir sollten das Ganze wirklich ein bisschen ernster nehmen.
„WIR HABEN IN JEDER BESCHISSENEN ODER COOLEN VENUE IN WIEN GESPIELT“
Und dann, nicht einmal ein Jahr später, hattet ihr eure erste Headliner-Show in der Arena Wien und sie war ausverkauft. Hat sich das besonders angefühlt?
Ian Strahn: Natürlich. Die Sache ist, dass wir von so weit weg hergezogen sind und es so viele Leute auf diesem Konzert gab, die wir lieben und die sich uns auf diesem Weg angeschlossen haben, die wir zu verschiedenen Zeiten auf diesem Weg getroffen haben. Als wir als Duo gespielt haben, war es nicht wirklich ein professionelles Projekt, sondern eher diese Gemeinschaft von Leuten, die kamen. Diese Leute gaben uns ein Gefühl von Zugehörigkeit. Ich erinnere mich, dass ich bei diesem Konzert in die Menge geschaut habe und erstens so viele Leute gesehen habe, die ich nicht kannte, aber auch so viele Leute, an die ich mich einfach aus verschiedenen Zeiten meines Lebens erinnere, was wunderschön war. Verschiedene Geschichten in Österreich, die irgendwie zusammenkamen, und das war es, was diesen Abend so besonders gemacht hat. Wir hatten Freunde, die im Ausland gewesen und letztendlich an diesem Abend eingeflogen sind. Eine wilde Mischung aus all diesen Charakteren aus verschiedenen Zeiten und Orten, die uns in Österreich wirklich willkommen geheißen und uns das Gefühl gegeben haben, dass wir hier zuhause sind. Was nicht selbstverständlich ist. Als Einwanderer kann es schwer sein, an einem Ort Fuß zu fassen und eine Gemeinschaft zu finden. Für uns hat die Musik diese Art von Gelegenheit geboten, viele Menschen zu treffen, die wir wirklich lieben und bewundern.

Moritz Kolmbauer: Ich kann das nur unterstreichen, aber ich glaube, dieser Arena-Gig bzw. dass so viele Leute kamen, hat nur so funktioniert, weil wir so ziemlich jeden Gig gespielt haben, weil wir jede Gelegenheit genutzt und wirklich hart dafür gearbeitet haben. Wir haben in jeder beschissenen oder coolen Venue in Wien gespielt, an jedem kleinen Ort und in jedem Atelier-Café, wo sie uns gefragt haben. Es ist so cool, dass einem das einen Schub gibt und dass man so Leute an allen möglichen Orten erreichen kann. Es ist auch einfach eine coole Mischung an Publikum hier.
Ich denke, wenn man Indie macht, so wie ihr es tut, ist es ein umso spezielleres Erlebnis, Live-Gigs zu spielen und mit dem Publikum zu interagieren. Habt ihr irgendwelche besonderen Erinnerungen, die euch da im Kopf geblieben sind?
Pádraig MacMahon: Als wir das erste Mal im Clash gespielt haben, ich glaube, es war als Trio mit Ian und Ferdi. Ich erinnere mich, da gab es eine lange Tischreihe in der Mitte des Raumes, und ich bin am Ende des Gigs mit meiner Gitarre einfach bis ans Ende des Tisches gelaufen, quer durch die Menschen und ihre Getränke. Ich dachte, die waren danach nicht allzu glücklich darüber, aber dann stellte sich heraus, dass Joe, dem das Clash gehört, den Gig wirklich mochte. Das war großartig.
Ian Strahn: Ich glaube, dass sich das Gefühl von Familie seit den Tagen der Straßenmusik wie ein roter Faden durchzieht. Weil wir so weit weg von unseren Familien sind, wurden wir hier durch unsere Freunde und Fans zu vielen verschiedenen Familien eingeladen. Meine Eltern haben uns einmal in Montana spielen sehen, aber nie als komplette Band. Ich denke oft daran, dass meine und deine Familie so weit weg sind. Es ist so schön, diese Art von Familien zu sehen, die uns adoptiert haben, die Eltern unserer Freunde oder wer auch immer. Zu sehen, dass sie wirklich von der Musik bewegt sind, lässt uns auf eine ganz besondere Weise willkommen fühlen.
Eure zweite EP ist gerade im Entstehen, ihr habt mit „Disappearing Birds“ schon die erste Single veröffentlicht. Was können wir von der EP im Gesamten erwarten?
Moritz Kolmbauer: Viele Kuhglocken. (lacht)
Pádraig MacMahon: Sie sind auf eine gewisse Art ganz anders als die erste EP, die wir veröffentlicht haben. Ich finde, sie sind recht vielfältig. Es war ein bisschen schwierig für uns, sie waren eigentlich für ein komplettes Album gedacht, aber es fühlte sich einfach besser und richtiger an, sie als einzelne EP zu veröffentlichen.
Ian Strahn: Wir haben versucht, so viel Live-Sound wie möglich einzubauen. Also wurden all diese Songs mit uns in einem Raum aufgenommen, wo wir alle gleichzeitig gespielt haben, und wir haben danach ein paar kleine Overdubs in Wien gemacht. Das ist quasi der Kern des Aufnahmestils, der derselbe ist wie bei der EP davor. Aber der Sound hat sich erweitert und ist voller und elektrischer geworden, würde ich sagen. Ein großer Unterschied ist der lyrische Inhalt, der ist viel introspektiver und impressionistischer geworden. Aber da ist Pádraig der Texter, das muss er sagen.
Schreibst du die Texte ganz alleine?
Pádraig MacMahon: Größtenteils kommen sie am Anfang immer von mir, aber wir haben viel Zusammenarbeit in Bezug auf die Überarbeitung der Texte und deren Wirksamkeit. Das ist etwas, das Ian und ich zusammen machen. Weil wir uns so gut kennen, uns sehr vertrauen und uns musikalisch sehr respektieren, bin ich in der Lage, da Kritik oder auch Bestätigung anzunehmen. Und das ist ein wirklich integraler Teil des Songwriting-Prozesses.
„MANCHMAL SIND DIE FEHLER LETZTENDLICH DIE DINGE, DIE WIR AN DER AUFNAHME AM MEISTEN MÖGEN“
Wie perfektionistisch seid ihr mit eurem Bandprojekt?
Ian Strahn: Das ist eine gute Frage. Wir nehmen es sehr ernst und können sehr wählerisch sein, wie etwas klingen soll. Gleichzeitig glaube ich, dass ein Schlüsselelement unseres Sounds ist, viel Raum für Unvollkommenheit und für unerwartete Dinge zu lassen. Und das ist irgendwie Teil dieses Live-Aufnahmestils, den wir haben. Es gibt viele Takes, bei denen eine andere Band oder auch wir in einem anderen Projekt Dinge neu aufnehmen würde. Aber es war wichtig für uns als Band, dass wir uns von dieser Art von Perfektionismus befreien. Die Musik ist eine Reflexion dessen, wer wir sind und was wir in einem Moment erschaffen. Das hat seine guten Seiten und auch seine Fehler. Manchmal sind die Fehler letztendlich die Dinge, die wir an der Aufnahme am meisten mögen.
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Wenn ihr die Band mit einem Wort beschreiben müsstet, welches wäre das?
Pádraig MacMahon: Ich denke an viele Wörter, die ich nicht in diesem Interview stehen haben will. (lacht)
Moritz Kolmbauer: Wenn es ein Wort sein muss, ist es schwierig. Eine Gabel in einer Welt voller Suppe.
Pádraig MacMahon: Ja, perfekt. Das sind zwar mehr Wörter, aber das passt.
Ian Strahn: Ich glaube, das Wichtigste für uns ist, dass die Musik reflektiert, wer wir sind. Pádraig und ich kommen aus der Tradition der amerikanischen Folkmusik, die uns sehr geprägt hat. Das ist im Kern Arbeiter:innen-Musik, die Geschichten von Menschen erzählt, die sonst oft vergessen werden – mit all der Schönheit und dem Schmerz, die dazugehören. Diese Tradition ist sehr rau und basiert stark auf Live-Auftritten, ehrlichem Geschichtenerzählen und der Interaktion mit dem Publikum.
Pádraig MacMahon: Und Verwundbarkeit. Mo kann vielleicht für die österreichische Seite der Band sprechen, ich glaube, auf der Seite der Band kommt viel von dem zeitgenössischeren Einfluss durch, der viel weniger rustikal bzw. folkig und mehr experimentell war.
Moritz Kolmbauer: Ich habe das Gefühl, ich bin in Wels mit so vielen verschiedenen Arten von Musik aufgewachsen. Ich hatte nie diesen spezifischen Musikstil, den ich mochte, es war immer eine Mischung aus allem.
Glaubst du, dass diese Mischung gut mit dem Folk verschmilzt?
Moritz Kolmbauer: Ja, ich glaube, das ist das Interessante an der Musik: Man muss sich immer erweitern und experimentieren und sich etwas Neues ausdenken. Und wir machen auch viel experimentelle Musik und wir haben auch besonders bei der ersten EP versucht, das einzubauen. Wir hatten viele Field Recordings und Pádraig und ich haben wirklich wunderschöne Kompositionen und Übergänge gemacht. Das hat nicht ganz auf die zweite EP gepasst, also haben wir das gestrichen, aber bei zukünftigen Aufnahmen und den Sachen, an denen wir gerade arbeiten, versuchen wir schon, Wege zu finden, wie wir diese gängigen Songformen aufbrechen können.
Steht für die Veröffentlichung der neuen EP schon ein Datum fest?
Ian Strahn: 25. September.
Pádraig MacMahon: Sie wird auf Vinyl veröffentlicht, wobei die A-Seite die neue EP ist, die „For Wards Weight“ heißt. Die B-Seite des Vinyls wird die alte EP „Summersweeps“ sein. Die EP gibt es auch auf allen Streaming-Plattformen, aber beim physischen Release wird alles Bisherige von uns auf einer Platte sein.
Wir sind gespannt. Danke euch für das Interview!
Katharina Reiffenstuhl
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