Ein Abend im Zeichen der erlesenen Weltmusik – JOHANNES STEINER zu Gast im Jazzit

Mit JOHANNES STEINER gastiert am 27. Jänner einer der führenden und bekanntesten Akkordeonisten des Landes im Salzburger Jazzit. Gemeinsam mit geladenen Gästen macht er sich einmal mehr daran, dem Publikum seine ganz eigene Version von Weltmusik zu Gehör zu bringen.

Wenn schon jemand wie Otto Lechner, seines Zeichens einer der wohl bedeutendsten Persönlichkeiten der österreichischen Weltmusikszene, meint, es handle sich hier um „einen der derzeit interessantesten Komponisten für Akkordeon-Musik“, hat das schon großes Gewicht. Und wenn sich zudem auch noch eine andere hoch anerkannte Koryphäe der internationalen Szene, der Niederländer Servais Haanen, vom einzigartigen Spiel dieses Musikers angetan zeigt und sagt: „Wahnsinn, das ist fern von allem, was ich jemals auf der diatonischen Harmonika gehört habe“, dann darf man durchaus davon ausgehen, dass hier tatsächlich von einem Ausnahmekönner die Rede ist. Der Musiker, den beide mit ihren Worten quasi in den Ritterstand erheben, ist der Akkordeonist Johannes Steiner.

Zwischen Jazz, Balkan, Klezmer und Gypsy-Sound

Musikalisch zu Hause fühlt sich der gebürtige Salzburger in den unterschiedlichsten Genres. So richtig an einem einzigen Stil lässt sich der Akkordeonist, der sich in der Vergangenheit vor allem mit seinem Projekt Die Resonanz überregional einen Namen machen konnte, nicht festmachen. Mit seiner Steirischen Harmonika, die traditionellerweise eher in der Volksmusik Verwendung findet, durchwandert Johannes Steiner – als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe – mit aller Offenheit die verschiedensten musikalischen Welten und formt sich dabei seine ganz eigene unverkennbare Klangsprache, die genauso seine Zuneigung zum Jazz offenbart wie auch jene zu den Klängen des Balkans, zum Klezmer und der slawisch geprägten Gypsy-Musik.

Es ist im Besonderen die spielerisch-elegante Art, die den Salzburger auszeichnet und mit der er all die vielen Versatzstücke zu einem runden und vor allem gediegen erklingenden Ganzen zusammenfügt. Wiewohl seine Kompositionen in der Regel rhythmisch eher komplexer und vertrackter Natur sind, kippen sie zu keinem Zeitpunkt ins Kopflastige. Sie bleiben gefällig und erschließen sich dem bzw. der HörerIn vom ersten Ton an. Hinzu kommt der regelrecht ansteckend wirkende Spielwitz, den Johannes Steiner – vor allem auf der Bühne – an den Tag legt. Es ist nahezu unmöglich, sich der feurigen Energie seiner Musik zu entziehen. Und genau dieser Aspekt lässt ein jedes seiner Konzerte auch zu einem mitreißenden Erlebnis werden.

Michael Ternai

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