Dialektmusikfestival in der Szene Wien

Vom 11. bis 14. Juni findet heuer in der Szene Wien, vier Tage lang, die inzwischen dritte Auflage des Dialektmusikfestivals statt, auf dessen Spielplan sich jede Menge prominente Namen finden, wie etwa die allseits bekannten Attwenger, Sigi Maron, Birgit Denk, Otto Lechner, Kollegium Kalksburg oder Willi Resetarits. Wiederholt wird die Veranstaltung ab 18. Juni im Linzer AK.

Das Programm des ersten Festivaltages bestreiten Andi Fasching, Sigi Maron und Attwenger. Erstgenannter hat sich voll und ganz der musikalischen Satire verschrieben und gilt als bissiger Dialekt-Liedermacher, ganz in der Tradition eines H.C. Artmann oder eines Qualtingers. Mit jeder Menge Bissigkeit meldet sich dann auch Sigi Maron zurück, dessen Mitgefühl immer noch den an den Rand Gedrängten gilt. Mit seiner sechsköpfigen Band spielt er eine Mischung aus Ska, Rocksteady und Reggae und verpasst so seinen Liedern einen völlig neuen Anstrich. Letzte Band des Abends sind Attwenger, die man hierzulande wohl nicht mehr allzu großartig vorstellen muss und von deren Qualitäten sich dereinst selbst Radio-Legende John Peel begeistert gezeigt hat.

 

Tags darauf präsentiert der Liedermacher, Entertainer und Komponist mit dem klingenden Namen “Der Horst” sein neues Album “Reduziert” und auch Denk machen mit ihrer “Es is guad”-Tour Station in der Szene. Bei letzteren handelt es sich um die Band rund um Sängerin Birgit Denk, die zusammen mit ihren Kollegen ein außergewöhnlich eingespieltes Team bildet. Mit im Gepäck haben sie jede Menge frische Musik, bei der Instrumente neu kombiniert werden, aber auch erprobte Publikumsfavoriten. Den Abend beschließt dann Heli Deinböck, der mit seiner Band puren Mundart-Rhythm’N’Blues direkt aus dem Herzen von Wien zum Besten gibt. Als tiefschwarzer Lyriker im bluesigen wie im Sinne seiner bissigen Songtexte bringt er Klassiker wie “Lieber Hammer als Nagel”, “Lampe durch die Nacht” und natürlich den legendären “Meier” auf die Bühne.

 

Den dritten Tag eröffnet Manuel Normal, bevor dann schließlich Willi Resetarits die Bühne entert. Bei ersterem handelt es sich um ein musikalisches Multitalent aus dem Mühlviertel, das sich durch die Teilnahme an Talentwettbewerben, wie dem Protest-Song-Contest, einen Namen machen konnte. Anschließend stellt Willie Resetarits mit seiner Band das bisher wohl reifste “Stubnblues”-Album vor, auf dem die Freude an der Musik auf höchstem Niveau zelebriert wird.

 

Das Dialektmusikfestival klingt dann am vierten Tag ganz gemütlich beim Frühschoppen im Garten der Szene Wien aus, inklusive kulinarischen Genüssen vom Grill. Aber auch die musikalischen Genüsse kommen natürlich auch hier nicht zu kurz. Dafür sorgen einerseits Otto Lechner und zum anderen die drei dilettierenden Kapellmeister vom Kollegium Kalksburg, die einmal mehr unter Beweis stellen, dass man das Wienerlied durchaus auch modern interpretieren kann.(mm)

 

 

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