Der Wiener Schmusechor präsentiert die „SCHMUSE*PASSION“

Mit der „SCHMUSE*PASSION“ bringt der Wiener Schmusechor Anfang April ein neues Performance-Konzert auf die Bühne des Volkstheaters. Am 2., 4. und 5. April widmet sich das rund 50-köpfige Kollektiv der Passionszeit – allerdings nicht in traditioneller Form, sondern als musikalisch vielschichtiges, zeitgenössisches Ritual. Im Zentrum steht dabei die klangliche Umsetzung: Stimmen, Körper und szenische Elemente greifen ineinander und formen einen Abend, der zwischen Konzert, Performance und kollektiver Erfahrung angesiedelt ist.

Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet der Schmusechor transdisziplinär an der Schnittstelle von Musik, Tanz und Performance. Die Gruppe vereint Musiker:innen unterschiedlicher Hintergründe und versteht den Chor nicht nur als musikalisches Ensemble, sondern als offenes künstlerisches Feld. Unter der Leitung von Verena Giesinger entstehen Formate, die das klassische Konzertsetting erweitern und den Chor als körperlich-präsentes Klangkollektiv erfahrbar machen. Auftritte in ausverkauften Häusern wie dem Volkstheater oder dem Wiener Konzerthaus sowie Einladungen zu Festivals im In- und Ausland haben diesen Zugang in den vergangenen Jahren zunehmend sichtbar gemacht.

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Mit der „SCHMUSE*PASSION“knüpft der Chor an diese Arbeitsweise an und richtet den Blick auf die Passionszeit rund um Ostern. Statt religiöse Traditionen zu reproduzieren, nähert sich das Ensemble ihnen aus heutiger Perspektive. Die musikalische Grundlage bilden Werke von Frauen und queeren Künstler:innen, die vom Schmusechor neu interpretiert und in eigene Arrangements überführt werden. Dabei entstehen dichte Klangflächen ebenso wie reduzierte, intime Momente, in denen Stimmen und Bewegungen miteinander verschmelzen. Pop, zeitgenössische Komposition und performative Elemente verbinden sich zu einem abwechslungsreichen musikalischen Verlauf.

Der Fokus liegt auf der kollektiven Darbietung: Chorische Strukturen wechseln mit solistischen Passagen, rhythmische Sequenzen treffen auf freie Klangräume. Die Inszenierung arbeitet mit Nähe und Distanz, mit Bewegung im Raum und der Präsenz der Stimmen. So entsteht eine musikalische Dramaturgie, die weniger einer linearen Erzählung folgt als vielmehr Stimmungen und Perspektiven nebeneinanderstellt.

Thematisch greift der Schmusechor Fragen nach Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Aufbruch auf. Die Passionszeit dient dabei als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit Ritualen, die vielen vertraut sind, aber zugleich neu gedacht werden können. Zwischen Ernsthaftigkeit und spielerischen Momenten öffnet sich ein Raum, in dem unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven zusammenkommen.

Mit der „SCHMUSE*PASSION“ setzt der Schmusechor seine Reihe großformatiger Performance-Konzerte fort und erweitert sie um eine neue musikalische Facette. Das Volkstheater wird dabei erneut zum Ort eines vielstimmigen Klangraums, in dem chorische Kraft, körperliche Präsenz und zeitgenössische Komposition aufeinandertreffen.


SCHMUSE*PASSION – Leidenschaft, Tradition, Body Fluids
Volkstheater (Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien)
2.4.2026, 19:30 Uhr Tickets
4.4.2026, 19:30 Uhr Tickets
5.4.2026, 19:30 Uhr Tickets

Mitwirkende: Schmusechor, inn.wien ensemble, Nastaja Ronck (Keys & Guitar), Alexander Csurmann (Drums), Marie Schweiger (E-Bass, Kontrabass, Synth), Tarun Bathija (Beatbox), Katharina Senk (Choreografie), Matthias Seier (Dramaturgie), Felix Hafner (Regie), Nanna Neudeck (Beratung Bühnenbild), uvm.

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