Bild (c) Klaus Ranger

Das war 2016 – Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr von mica – music austria

Eines weiteres Jahr ist vor bei und MICA-MUSIC AUSTRIA blickt auf ein aufregendes Jahr mit Highlights in allen Genres zurück. Die Österreichischen MusikerInnen haben nicht nur auf Festivals brilliert, sondern zudem noch ein tolles Album nach dem anderen herausgebracht. Das Jahr war erfolgreich und nicht nur für die Musikschaffenden: MUSIC-AUSTRIA konnte erneut vielen MusikerInnen auf ihrem Weg nach oben helfen.

Musiknews aus Österreich im Online-Musikmagazin

Das Team von mica – music austria blickt auf ein sehr spannendes Jahr 2016 zurück. Einmal mehr ist so viel Erstklassiges und Qualitätsvolles in der österreichischen Musikszene passiert – und das quer durch alle Genres: Die Superpop-Band Kids’N’Cats hat ihre Welttournee im Rahmen von „11 Tracks 11 Countries“ gestartet, die Sex Jams wurden in den USA erneut bejubelt, die Newcomer Mynth haben 2016 einen steilen Aufstieg mit Höhepunkt in Tel Aviv hingelegt, Eva Reiter gewann den Erste-Bank-Kompositionspreis, Lukas Kranzelbinder gilt mittlerweile europaweit als Jazzgröße und auch Federspiel sind nun von Deutschland, über Frankreich bis nach Lateinamerika bekannt. Das Interesse an Musik aus Österreich ist ungebrochen hoch, was auch die Zahl der Besuche auf der mica Webseite belegen. Seit dem Relaunch von musicaustria.at Anfang April, mit dem sich mica – music austria ein neues, modernes und vor allem nutzeroptimiertes Gesicht verpasst hat,  sind es monatlich im Schnitt 23.000 BesucherInnen, die sich im Online-Musikmagazin über das aktuelle, heimische Musikgeschehen informieren. Erschienen sind auf musicaustria.at in diesem Jahr etwa 800 Artikel, davon 140 Interviews und Porträts.

Promotion-Services: Musikdatenbank und Notenshop

Die umfassenden Einträge zu zeitgenössischen KomponistInnen, InterpretInnen, Bands und Ensembles in der Musikdatenbank wurden um 2000 neue Werke, um über 100 neue KomponistInnen, um fast 500 InterpretInnen und um über 230 Bands/Ensembles erweitert.

Eine besondere Freude für den mica – music austria Notenshop ist einerseits, dass er über 1200 Partituren österreichischer zeitgenössischer Musik enthält und andererseits, dass er auch von den großen heimischen Ensembles, wie dem oenm und dem Klangforum Wien, genutzt wird.

Beratungen und Workshops

Neben den Einzelberatungen wurden die praxisorientierten Workshops mit Ausbildungsstätten wie der mdw oder dem Mozarteum Salzburg weiter ausgebaut, ebenso wie Angebote im Bereich von Festivals wie der Waves Conference, den Popfest Wien Sessions oder dem Styrian Sounds Festival. Unabhängig vom Genre referierten die mica music austria Fachreferenten in insgesamt 31 Workshops in 4 Bundesländern über wichtige musikwirtschaftliche Themen wie Promotion&Selbstvermarktung, Urheberrecht, Selbstmanagement und Networking. Dabei kooperierten sie nicht nur mit diversen Institutionen, sondern auch mit renommierten Musikschaffenden wie Avec, Texta und Fjola Evans. Das Interesse an diesen Workshops steigt stets, vor allem wegen den durchaus wichtigen Themen, die bei den Sessions erörtert und erklärt werden. Wie schon im Vorjahr war 2016 das beliebteste Thema bei rund 1000 gehaltenen Einzelberatungen unter den Musikschaffenden die Vertragsberatung: „Die kostenlose Rechtsberatung ist in den letzten Jahren immer bekannter geworden und wird sehr oft in Anspruch genommen. Wir haben Anfragen über alle Genres verteilt, wobei traditionell die meisten aus dem Bereich der Pop/Rock/Elektronik kommen. Wie in den Jahren zuvor sind Urheberrecht und Förderungen auf den Podestplätzen.“, berichtet Rainer Praschak, Fachreferent bei mica music austria.

Themenschwerpunkte: Urheberrecht und Musik&Bildung

Im Rahmen einer Online-Artikelserie zum Thema Urheberrecht hat sich mica – music austria musikwirtschaftlichen Debatten, wie dem Youtube/GEMA bzw. Amazon/AUME Prozess, der Streaming/Spotify Diskussion, der Quotenregelung mit Bezug auf Ö3 und der Sampling-Problematik ausführlich gewidmet. Diese Diskussionen sind nicht nur für die einzelnen Akteure in den Debatten, sondern für MusikerInnen, Labels und Verlage wichtig, da sie Probleme und Themen ansprechen und lösen, beziehungsweise die Kommunikation in der Szene zu den Themen aufleben lassen.

Im Rahmen der Vortrags- und Diskussionsreihe mica focus veranstaltete mica – music austria in Kooperation mit Wien Modern zum Themenschwerpunkt Musik&Bildung die Paneldiskussion „I just can’t read that map“. Es diskutierten der performende Kompositionsprofessor Karlheinz Essl, die komponierende Performerin Mia Zabelka und die Musikpsychologin Margit Painsi über Anleitungen zum Hören Neuer Musik und den Wert musikalischer Naivität.

Weiters veröffentlichte mica – music austria zum Schwerpunkt Musik&Bildung online eine Artikelserie, die sich mit dem kulturellen und biologischen Imperativ von Musik, außermusikalischer Kompetenzerweiterung durch musikalische Bildung, dem Zusammenhang zu sozialer Herkunft und dem österreichischen Musikbildungssystem beschäftigte.

Internationalisierung und Musikexport

Die gemeinsam von mica – music austria und dem Österreichischen Musikfonds für die nachhaltige Verstärkung der internationalen Sichtbarkeit initiierte Dachmarke Austrian Music Export hat ebenfalls ein spannendes Jahr hinter sich: zum zweiten Mal wurde die Förderung Focus Acts vergeben, dieses Jahr an die österreichischen MusikerInnen Sex Jams, Mia Zabelka, Leyya, White Miles, ROBB und Manu Delago, die jeweils mit einem Reisekostenbeitrag von 5.000 Euro für internationale Ziele unterstützt wurden.

Vom 13. bis 16. Jänner 2016 ging die 30. Ausgabe des Eurosonic Noorderslag Festivals über die Bühne. Das wichtigste und größte Showcase-Festival in Europa lud zum diesjährigen Jubiläum sieben heimische KünstlerInnen nach Groningen, um sich FestivalveranstalterInnen, BookerInnen, PromoterInnen und LabelbetreiberInnen aus ganz Europa zu präsentieren. HVOB, Julian & der Fux, Leyya, Mieux, Schmieds Puls, James Hersey und Filous spielten vor vollem Haus und konnten das zahlreich erschienene Publikum begeistern. Vom 21. bis 24. September 2016 hat das Reeperbahn Festival wieder Musikfans und VertreterInnen der Musikbranche aus aller Welt nach Hamburg gebracht. Nach dem Gastgeberland Deutschland und den großen Musiknationen Frankreich, Schweden, Dänemark, Großbritannien, Kanada und USA rangierte Österreich mit 12 auftretenden Acts auf dem 8. Platz. „Die derzeitige Qualität des österreichischen Musikschaffens, und die jahrelange Vernetzungs- und Aufbauarbeit sind zwei Gründe für die ausgeprägte Sichtbarkeit und wachsende Bedeutung Österreichs auf einem der wichtigsten internationalen Branchentreffen der Musikszene.“, erklärt Franz Hergovich, Fachreferent bei mica – music austria.

Im Rahmen des Südtirol Jazzfestival Alto Adige fand vom 26. Juni bis 3. Juli 2016 ein Schwerpunkt des österreichischen Jazz statt. 39 Musiker traten in unterschiedlichen Kombinationen in insgesamt über 30 Bands auf. Die 80 Konzerte fanden an 60 vollkommen unterschiedlichen Orten statt. Die Vielfalt und hohe Qualität sind das Kernthema des Festivals, die eingeladenen österreichischen Ensembles konnten das exzellent unter Beweis stellen.

Das internationale Jazzfestival Saalfelden gilt seit Jahrzehnten als eines der wichtigsten Festivals des zeitgenössischen Jazz in Europa. Neun österreichische Bands und ein Kompositionsauftrag an Lukas Kranzelbinder und seiner neu gegründeten Formation Shake Stew wurden präsentiert. 9 internationale Festivalpromoter wurden eingeladen, um die Ensembles live zu erleben und um ihr Interesse für ihre eigenen Festivals zu wecken.

Die bereits sechste Waves Vienna Music Conference fand am 30. September erstmals im WUK im Rahmen des Showcase- und Clubfestivals Waves Vienna Festival statt. Neben international renommierten Gästen wie dem Briten Scott Cohen, dem Gründer der Digitalplattform The Orchard, und Stephan Thanscheidt, dem Managing Director der deutschen Konzertagentur FKP Scorpio, konnte mica – music austria heuer auch eine sehr prominente Künstlerin aus Österreich für ein Gespräch gewinnen: Conchita Wurst erzählte über ihren Karriereweg und ihre persönlichen Herausforderungen, Ansichten und Ziele. Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz war die Networking Session „Women in the Music Business“, die großen Anklang fand und im nächsten Jahr erweitert und als fixer Programmpunkt aufgenommen werden soll.

mica – music austria besuchte dieses Jahr wieder zwei der ältesten und wichtigsten Neue Musik Festivals: Die Wittener Tage für Neue Kammermusik im April 2016 und die Donaueschinger Musiktage im Oktober 2016. Die Kooperation mit dem Huddersfield Contemporary Music Festival, das zu den bedeutendsten Festivals zeitgenössischer Musik in Europa gehört, wurde weitergeführt und führte zu einer am 12. Dezember 2016 auf Ö1 ausgestrahlten Zeitton-Extended Sendung. Zahlreiche Ensembles sowie KomponistInnen aus Österreich waren in Huddersfield  vertreten.

Erstmals hat sich Austrian Music Export in Kooperation mit Radio FM4 und Music Finland an einem internationalen Producers Camp beteiligt. Die heimischen HipHop Produzenten Alex the Flipper und Fid Mella sowie die RapperInnen Average und Mavi Pheonix trafen im Suomenlinnan Studio Helsinki auf die finnischen HipHop Musiker Noah Kin, Joonas Laaksoharju, Tomorrow, View and Biniyam. Nach intensiver dreitägiger Zusammenarbeit traten Alex the Flipper und Mavi Pheonix live auf der Branchenmesse Music & Media in Tampere live auf, wo auch eine Präsentation der österreichischen Musikszenen und ein Networking Event organisiert wurden. Die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit wurden bereits auf Radio FM4 gespielt.

Ende des Jahres führte der Austrian Music Export seine Serie österreichischer Netzwerk- und Showcase-Events in Tel Aviv fort. Am Donnerstag, den 17. November, fand in Kooperation mit dem Waves Vienna Festival, dem Österreichischen Kulturforum in Tel Aviv und der Außenwirtschaft Austria ein Networking und Showcase-Event mit österreichischen Bands, Matchmaking-Session und entspanntem Meet & Greet mit israelischen BranchenvertreterInnen, Medien und KünstlerInnen statt. Bei der Ausschreibung für diesen Event haben sich mehr als 70 heimische Acts beworben, drei davon wurden in Abstimmung mit dem ACF und den lokalen Veranstaltern ausgewählt: At Pavillon, Clara Luzia und Mynth traten im angesagten Club Kuli Alma live auf. Erstmals fand im Rahmen von Austrian Heartbeats heuer auch ein Music Tech & Innovation Showcase Day statt, welcher am 16. November von den Machern des Waves Music Hackday in Kooperation mit Austrian Music Export organisiert wurde. Dabei gab es die Möglichkeit von Startup-Präsentationen, mit besonderem Fokus auf Musik, Technologie & Innovation. Dies bot eine einzigartige Gelegenheit, sich an einem der Top Startup-Hot-Spots der Welt zu präsentieren und zu vernetzen.

Der Wiener Jazzclub Porgy & Bess gehört mit  Sicherheit zu den Top Five Clubs Europas. Im Rahmen des zweitägigen Schwerpunktes „Kick Jazz“ wurden sechs junge international erfahrene Bands präsentiert. Die sechs Formationen waren David Helbock Trio, Edi Nulz, Namby Pamby Boy, ChuffDRONE, Kompost 3 und Mario Rom´s Interzone. 12 europäische Jazzfestival Promoter wurden nach Wien eingeladen, um diese Bands live zu erleben. Die Gäste kamen aus Finnland, Frankreich, Norwegen, Polen, Slowenien, Macedonien, Bosnien und Herzegowina.

Für die beiden Genres Jazz und World wurden außerdem zwei Broschüren mit den aktuellen jungen Bands und MusikerInnen aus Österreich erstellt. Ausschließlich in englischer Sprache veröffentlicht und mit Porträts der aktuell interessantesten Ensembles wurden die Inhalte in Print und digitaler Form auf Messen und internationalen Promotermeetings  präsentiert.