Ein Festival, das den Begriff „frei“ in der Tat vollends frei definiert. Beim vom 27. bis zum 30. September im Gasthaus Pummer im burgenländischen Heiligenkreuz stattfindenden CHILLI JAZZ CONGRESS ist alles anders: das Musikalische, das Format, die Konzerte und Performances. Einzig bekannt sind die Namen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler, die sich erst am Tag des Auftritts in Formationen zusammenschließen, um die freien Formen der Musik und des Tanzes in all ihren Facetten zu zelebrieren. Für zahlreiche musikalische Überraschungsmomente ist also gesorgt.
Nein, es muss nicht immer nach den üblichen Regeln ablaufen. Und man muss auf nicht immer wissen, was auf einen zukommt. Das Spannende am diesjährigen Chilli Jazz Congress ist, dass absolut keine Vorhersagen zu treffen sind. Einzig vielleicht, dass es wie auch schon in der Vergangenheit musikalisch weit aus dem gewöhnlichen Rahmen fallen wird. Festivalleiter Udo Preis hat es sich einmal mehr nicht nehmen lassen, das Who is Who der freien Szene zu sich nach Heiligenkreuz zu laden, um dem Publikum die etwas anderen musikalischen Ansätze präsentieren zu können. Und die Künstlerinnen und Künstler kommen zahlreich und namhaft. Insgesamt werden es an die dreißig sein, die sich auf das musikalische Abenteuer einlassen werden.
Es gibt keine fixierten Bands. Die Zusammensetzung der Gruppen erfolgt durch die Auswahl von sechs Beteiligten. Die MusikerInnen und Musiker sind aufgerufen, ihrem kreativen Geist freien Lauf zu lassen, sich dem gemeinsamen Experiment zu widmen und die Brücken hin auch zu anderen Kunstformen, wie etwa zum Tanz und zur Literatur, zu schlagen. Was die Besucherinnen und Besucher erwarten dürfen, ist das musikalisch Ungewöhnliche, Schräge, Futuristische und Grenzgängerische.

Schon der Start des Festivals am 27. September als besonderes Highlight bezeichnet werden. Es spielt der amerikanische Pianist und Komponist Chris Jarrett, der im Rahmen seiner Orgeltournee durch Österreich die Martin Luther in Eltendorf beehren wird. Auf dem Programm stehen Improvisationen von “Buxtehude über Bach, Mozart…bis ins jetzt”.
Abgeschlossen wird das diesjährige Festival mit einem Netzwerk Kongress, in dessen Rahmen Musikerinnen und Musiker sowie Organisatorinnen und Organisatoren aus Portugal, Italien, Frankreich, Slowenien, Dänemark, Holland, Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn zusammentreffen und austauschen werden.
Lineup
Elisa Ulian Gesang
Claudia Cervenca Gesang
Christiana Fusillo Tanz
Raphael Roter Tanz
Anna Adensamer Tanz
Elena Waclawiczek Tanz
Tristan Honsinger Cello
Hanna Marshall Cello
Chiao-Hua Chang Erhu
Alison Blunt Violine
Paul Rogers 7-string Kontrabass
Johan Moir Kontrabass
Yoram Rosilio Kontrabass
Daniel Thompson Gitarre
Tomek Les Gitarre
Paul Wacrenier Piano
Herb Robertson Trompete
Neil Metcalf Flöte
Bea Labikova Saxofon, Fujare
Fernando Simões Posaune
Hilary Jeffry Posaune
Carlo Mascolo Posaune
Alex Kranabetter Trompete
Diego Manuschevich Saxofon
Adrian Northover Saxofon
Benoit Guenoun Saxofon
Paulo Chagas Saxofon
Alexandre Pierrepont Poetry
Marcello Magliocchi Schlagzueg
Emil Gross Schlagzeug
