Die Gruppe Calim verpasst dem Genre HipHop einen vollkommen neuen Anstrich. Nicht mehr alleine ein fetter Beat steht im Vordergrund des Geschehens, vielmehr finden unterschiedlichste Stilistiken Eingang in die Musik der inzwischen zehnköpfigen Truppe. Am 12. November beehren Calim den Wiener Ost Klub. Mit im Gepäck das neue Album “Discoschnupfen & Tanzfieber”.
Schon früh wurde klar, dass in der Musik der zehnköpfigen Truppe ungemein viel Potential steckt. Schon drei Monate nach der Gründung standen Calim bei einem europäischen Bandwettbewerb auf der Bühne und überzeugten die Jury wie auch das Publikum mit ihrem ungemein vielschichtigen Sound. Der damals erreichte vierte Platz bedeutete natürlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Stilistische Grenzen kennen die MusikerInnen von Calim nicht. Neuestes Beispiel ist die aktuelle Single “Was Besonderes”, die sich im Moment auf FM4 im Moment in Dauerrotation befindet. Die Gruppe vereint die besten Momente aus dem Pop, Rock, Disco, Ethno und der Elektronischer Musik zu einem wunderbaren Ganzen. Lateinamerikanische Trompetenklänge gesellen sich zu entspannten Pianomelodien, rockige Anleihen verbinden sich mit Folk und 80er Jahre Funk, ja sogar orientalische Klänge finden Eingang in die Musik der zehnköpfigen Truppe. Und zu alledem ein ungemein vielschichtiges Rhythmusgebilde, das in der Tat ordentlich groovt.
Wie das alles zusammengeht? Mit einer ausgeprägten Offenheit allen Genres gegenüber. Calim beweisen auf ihrem neuesten Output “Discoschnupfen & Tanzfieber”, dass es immer noch möglich ist, HipHop in einen erweiterten musikalischen Kontext zu stellen. Die MusikerInnen setzen dabei wie gewohnt auf den Sound selbst eingespielter Instrumente, anstatt sich auf Groove-Loops zu verlassen. Dazu kommen die in spanischer Sprache gehaltenen impulsiv-kräftigen Hip Hop-Lyrics von Sonia Sawoff und der deutsch-englischer Gesang von Jeannine Rossi, die einen gelungenen Kontrast zu Christoph Reichos Rapgesang bilden.(mt)
