Börn & Mika Vember zu Gast im WUKAm 31. Juli ist mit dem Duo Mika Vember und Börn im Rahmen der Platzkonzerte im Wiener WUK eine der großen musikalischen Überraschungen dieses Jahres zu Gast. Das gemeinsam eingespielte Album “Fame & Success” hat alles was ein erstklassiges Pop-Album haben muss. Geht es nach den Reaktionen der Kritiker, ist hier eines der vielversprechendsten und aufsehenerregendsten Singer/Songwriter-Projekte am Start.
Die Songwriterin Mika Vember ist hierzulande schon lange keine Unbekannte mehr. Bereits mit ihrer ersten CD “Now Or Now” legte die Musikerin ein erstaunlich ausgereiftes Solo-Debüt vor, das von der Presse durch die Bank hervorragende Rezensionen erhalten hat. Thematisch setzt sich die Songwriterin mit den negativen Auswüchsen von Beziehungen auseinander und blickt dabei in ganz persönliche seelische sowie gesellschaftliche Abgründe. So werden beispielsweise Stalker bloßgestellt (“Lovers”) oder eine Frau beim Versuch begleitet, die eingeimpften Pseudo-Wahrheiten ihrer Kindheit hinter sich zu lassen (“Dancing Queen”).
Die Songs sind stark geprägt von der eindringlichen und ausdrucksstarken Stimme der Musikerin, mit der sie stets in der Lage ist, unterschiedlichste Stimmungen zu erzeugen. Auch stilistisch lässt sich die Musikerin nicht auf ein einzelnes Genre reduzieren, dafür hat sie einfach zu viel Freude am Experimentieren. Mal taucht sie in Unterwasserwelten aus Piano und Gitarre (“Sub Aqua”) hinab, mal klettert sie auf rotzig arrangierte Percussionberge, an denen E-Gitarrenfetzen vorbeiziehen, nur um sich etwas später bereits wieder zurückgenommenen Folk-Klängen zu widmen.
In Börn aka Bernhard Moshammer hat die Songwriterin einen kongenialen Partner gefunden. Schon bei ihrem Debütalbum stand ihr der Wiener als Produzent hilfreich zur Seite. Nun machten sich die Beiden nun erstmals daran, die Songs gemeinsam zu erarbeiten. Die 12 Lieder von “Fame & Success” wurden in nur einer Woche aufgenommen. Ein Zeichen dafür, dass man sich inzwischen blind versteht und die gleichen musikalischen Visionen verfolgt. Herausgekommen ist ein Album, das abwechslungsreicher nicht sein kann. Unterschiedlichste Einflüsse aus dem Pop-, Folk- und Rockbereich finden hier auf ein unvergleichliche Art und Weise zueinander, sodass die Songs auch nach dem zwanzigsten Durchlauf immer noch Geheimnisse offenbaren. Bleibt zu hoffen, dass es sich bei diesem Projekt nicht um eine einmalige Sache handelt. Wäre mehr als schade drum.(mt)
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