
Gleich zwei Mal gibt es in den kommenden Tagen die Möglichkeit die junge Jazzerin Ángela Tröndle im Grazer Orpheum live zu erleben. Zunächst am 21. November im Rahmen des Austrian Soundchecks mit ihrer Band Mosaik – hier stehen erste Kostproben des im Frühjahr erscheinenden Zweitlingswerks “Eleven Electric Elephants” auf dem Programm -, und eine Woche später, am 28. November, mit dem von ihr konzipierten und im vergangenen Jahr uraufgeführten Rilke-Musik-Tanz-Stück “O LEBEN, LEBEN!”
Zwei Jahre ist es nun her, dass die junge Jazzerin Ángela Tröndle mit ihrem Debütalbum “Dedication to a City” erstmals auf sich aufmerksam machen konnte. Seitdem ist viel passiert. Zahlreiche Konzerte und Festivalauftritte im In- und Ausland, unter anderem in Italien, Griechenland, Serbien, Portugal und Polen sowie etliche Auszeichnungen ließen den Bekanntheitsgrad der gebürtigen Salzburgerin auch außerhalb der heimischen Grenzen stetig steigen. Heute zählt die Musikerin zu einem fixen Bestandteil der österreichischen Jazz-Szene und ist aus dieser auch nicht mehr wegzudenken.
Mit dem neuen Programm “Eleven Electric Elephants” – die CD wurde im vergangenen September eingespielt und soll im Frühjahr erscheinen – präsentieren sich Angela Tröndle und ihre Mitmusiker Siegmar Brecher, Valentin Czihak, Michael Lagger und Philipp Kopmajer abermals von ihrer facettenreichen und experimentellen Seite. Mit ihren neuen Stücken stellt die Jazzerin einmal mehr unter Beweis, welch kompositorisches Talent in ihr schlummert. Um ihren von einprägsamen Melodien getragenen ausdrucksstarken Gesang spinnt sie in subtiler Art und Weise eine sich immer in Bewegung befindliche Klangwelt. Fast spielend gelingt ihr dabei der Spagat zwischen anspruchsvollen Kompositionen auf der einen, und einer unkomplizierten und fast betörend wirkenden Eingängigkeit auf der anderen Seite. Die von ihr schon im Vorfeld angekündigte Erweiterung des Ensembles um ein Streichquartett führt zudem zu einer Verbreiterung des ohnehin schon sehr weiten Klangspektrums. So finden in den neuen Stücken nun auch Elemente der Klassik sowie der Film- und Popmusik Eingang, was das Ergebnis noch abwechslungsreicher werden lässt. Im Rahmen des Konzertes erhalten Ángela Tröndle und Mosaik namhafte Unterstützung in der Person des österreichischen Ausnahmetrompeters Lorenz Raab.
Nur eine Woche darauf beehrt Ángela Tröndle ein zweites Mal das Orpheum. Einmal mehr präsentiert die junge Künstlerin an diesem Abend ihre für die Jazzwerkstatt Graz im vergangenen Jahr konzipierte Performance “O LEBEN, LEBEN!”. Als Grundlage dienten der jungen Künstlerin Texte des von ihr so hochgeschätzten Dichters Rainer Maria Rilke. Um diese erarbeitete sie ein 40-minütiges Stück, welches von ihrer Musik und außergewöhnlichen Tanzeinlagen getragen wird. (mt)
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Ángela Tröndle
Orpheum Graz