Across the Delta präsentierten ihr zweites Album passports & souvenirs am 13. Mai im Wiener B72. Für die Arbeiten zum neuen Werk hat die Band drei Jahre lang die Welt bereist. Der akustische Reisebericht führt seine HörerInnen also weit weg aus heimischen Gefilden: „This journey lasts longer!“ heißt es im Titeltrack „passports & souvenirs“. Die Erlebnisse die man als Tourist gleichzeitig mit dem eigenen Fremdsein in der Ferne reflektiert, versucht die Band u.a. in ihren elf Alternativ-Indie-Rock-Perlen aufzuarbeiten und musikalisch wiederzugeben.
Das erste Album „Dancing to Architecture“von Across the Delta wurde bereits im Jahr 2006 produziert und sowohl von Kritikern als auch von Fans frenetisch gefeiert. Ihre ganz eigenwillige Mischen aus Rock mit englischen Texten, ohne dabei peinlich zu klingen ist hier zu Lande äußerst selten. Umso schöner, das das Trio seit ihrem Debut ihre Stücke noch komplexer arrangiert und produziert haben. Das Fernweh schwingt besonders im Track „Like a Lattern in A Hall“ vom neuen Album mit.
Nach Angaben von Sänger Johannes Reisinger transformiert „Passports & Souvenirs thematisch Gedanken und deren Folgen in Gesprochenes, Gesungenes und Vertontes. Das Hinterfragen der eigenen Grundpositionen und die Quellen dafür spielen laut dem Texter dabei eine entscheidende Rolle. Reisinger der in seinem zivilen Leben als Architekt sein Geld verdient, hat die Akribie, die er zum Entwerfen von Häusern braucht auch in sein kreatives Schaffen integriert: Das läßt sich gut bei den Arbeiten zum neuen Video beobachten: In mühsamer Kleinarbeit wurden für die Single „United Exploded“ hunderte wenn nicht tausende kleine Bilder zu einem großen Ganzen zusammenanimiert.
Ein ganz besonderes Zuckerl hat die Band für ihre Fans, und jene die es noch werden wollen bereits auf ihrer Homepage angeboten: Denn dort kann seit einiger Zeit die Vorab EP „United Exploded“ mit vier Songs gratis heruntergeladen werden. Musikalisch aufgeladen wird das Wahlwiener Trio bereits am 13. Mai im Wiener B72 seinem Publikum die neuen Songs um die Ohren schleudern. Denn nicht umsonst spielten sie schon einmal im Vorprogramm der Smashing Pumpkins. (me)
Fotokredit: Ink Music